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Interview

Die Egnacher Landwirtin Andrea Brühlmann schiesst scharf

Andrea Brühlmann ist Sportschützin, sie liebt den Sommer, die Natur und beschreibt sich selbst als spontanen Dickkopf. Wenn sie den Thurgau verlassen müsste, würde sie als Hängemattentesterin in der Karibik leben.
Desirée Wenger
Andrea Brühlmann liegen ihre Tiere sehr am Herzen. (Bild: Andrea Stalder)

Andrea Brühlmann liegen ihre Tiere sehr am Herzen. (Bild: Andrea Stalder)

Was haben Sie letzte Woche gemacht?

Ich war gerade von den Qualifikationen der Europa-Meisterschaften zurückgekommen und habe dann vier Tage Ferien in Tenero gemacht. Ausserdem habe ich mich um meinen neuen Hofladen gekümmert. Ende Woche soll dieser eröffnet werden.

Welches politische Thema beschäftigt Sie momentan?

Politisch bin ich nicht sehr aktiv. Ich überlasse das lieber Menschen, die sich auskennen. Im Moment beschäftigt mich aber die Trinkwasser-Initiative.

Warum wohnen Sie in Egnach?

Ich bin hier aufgewachsen. Der Betrieb, den ich vor vier Jahren übernommen habe ist in Winden und gehört zur gleichen Gemeinde.

Wenn Sie den Thurgau verlassen müssten, wohin würden Sie
ziehen?

Ich würde mich auf eine karibische Insel verbannen und Hängemattentesterin werden.

Haben Sie einen Lieblingsort im Thurgau?

Der Kanton Thurgau ist so abwechslungsreich, da gibt es Vieles. Ich liebe es, irgendwo am Wasser zu sitzen, Feuer zu machen, eine Bratwurst zu essen und einfach die Sonne zu geniessen.

Was lieben Sie am Sommer?

Ich liebe es, die Sonne auf der Haut zu spüren und ich mag selbstgemachte Glacé. Das Beste ist, dass man nicht so viele Klamotten anziehen muss.

Was tun Sie in Ihrem Alltag für den Umweltschutz?

Mich beschäftigt das Thema Plastik in letzter Zeit sehr und ich versuche, beim Einkaufen darauf zu verzichten.

Was machen Sie, um gesund zu bleiben?

Das ist ziemlich einfach. Ich treibe Sport und ernähre mich ausgewogen.

Andrea Brühlmann aus Winden liess sich für den Bauern-kalender 2018 ablichten. (Bild: Andrea Stalder)

Andrea Brühlmann aus Winden liess sich für den Bauern-kalender 2018 ablichten. (Bild: Andrea Stalder)

Wobei tanken Sie Energie?

Bei Spaziergängen mit meiner Sennenhündin Lou. Ich mag es, auf einen Hügel zu laufen und dort die Ruhe und die Natur zu geniessen.

Können Sie kochen?

Ja und ich mache das auch sehr gerne. Wenn ich Zeit habe, gare ich sehr gerne ein gutes Stück Fleisch, dazu eine feine Sauce und Gemüse.

Bier, Wein, Cola oder Kaffee: Worauf könnten Sie am ehesten verzichten?

Ausser auf Rotwein verzichte ich auf alle diese Dinge weil ich sie nicht mag. Ab und zu ein Glas Rotwein ist aber ein Muss für ein feines Nachtessen.

Welches Gericht haben Sie als Kind am liebsten gegessen?

Tomatenspaghetti.

Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?

Mit meinen Geschwistern am Bach an unserer Holzhütte bauen, Frösche jagen und eine Wurst grillieren. Und die Gummiboot-Touren mit meinen Eltern und Geschwistern.

Wann haben Sie das letzte Mal so richtig gelacht?

Erst vor ein paar Tagen musste ich wegen meinem Schatz so richtig lachen, als er jemanden nachgeahmt hatte. Mir sind die Tränen heruntergelaufen.

Worüber haben Sie sich zuletzt geärgert?

Dass ich meine Pläne auf dem Betrieb nicht so schnell verwirklichen kann, wie ich gerne möchte.

Was tun Sie, wenn es Ihnen schlecht geht?

Das Motto lautet: Analysieren, Aufstehen, Krönchen richten, weitergehen.

Erzählen Sie von Ihrem Haustier.

Ich habe eine Sennenhündin, ihr Name ist Lou. Sie ist einerseits sehr lieb und äusserst verschmust, kann allerdings auch sehr aktiv und frech sein.

Was war das letzte Buch, das Sie gelesen haben?

Mein letztes Buch war «Die Regeln eines Ritters». Das war in den Ferien in Tenero.

Worauf freuen Sie sich an einem freien Wochenende?

Ich freue mich, bis acht Uhr auszuschlafen und aufs Zmorge. Nur dann nehme ich mir Zeit, zu frühstücken.

Worüber kann man mit Ihnen nicht reden?

Mit mir kann man grundsätzlich über alles sprechen. Es gibt aber Themen, bei denen ich mich nicht so auskenne, da könnte das Gespräch etwas harzig werden. Offen bin ich für alles.

Lügen Sie manchmal?

Ich finde, dass man nicht lügen sollte und sorge auch dafür, dass ich das nicht muss. Dann bin ich lieber gleich ehrlich.

Wonach schmeckt Glück?

Nach Frische. Und kühl. Und vielleicht noch nach einem Touch Rosenduft.

Mit welchem Menschen würden Sie gerne einen Tag lang tauschen?

Ich wäre gerne für einen Tag Kapitän eines grossen Segelschiffs. Segeln fasziniert mich sehr, obwohl ich selbst keine Segelprüfung gemacht habe.

Was wollten Sie früher mal werden?

Mein erster Traumberuf war Bäuerin, gelernt habe ich Geflügelzüchterin und nun bin ich Landwirtin. Das ist also schon ziemlich deckungsgleich.

Was schätzen Sie an Ihrem Partner besonders?

Seine Hilfsbereitschaft und seine Spontanität.

Mit wem würden Sie gerne einmal eine Flasche Wein trinken?

Mit Roger Federer. Er fasziniert mich nicht nur als Sportler sondern auch als Mensch. Wir hätten bestimmt spannende Gespräche.

In welchem Job wären Sie eine Fehlbesetzung?

Irgendwo in einem Bürosessel, eingesperrt in einem Raum, wo ich still sitzen muss. Das wäre der Horror.

Was möchten Sie unter allen Umständen in diesem Leben noch machen?

Was ich unbedingt machen möchte, wäre eine längere Reise, entweder durch Kanada oder Australien. Das reizt mich. Die Vielfalt der Natur, geheimnisvolle Orte zum Krafttanken entdecken. Die Weite. Ich würde ohne Plan reisen und jeweils gespannt sein, was der nächste Tag so mit sich bringt.

Welches war Ihr erstes Auto?

Das war ein schwarzer Mazda 6, wie immer eine Occasion.

Warum sind Sie keine Vegetarierin?

Ich liebe Fleisch zu sehr. In ganz unterschiedlicher Form zubereitet oder verarbeitet.

Was finden Sie gut an sich?

Was mir oft hilft ist meine Dickköpfigkeit. Ein Ziel hartnäckig zu verfolgen und es auch oft zu erreichen, ist das Resultat daraus. Ich bin dabei aber auch schon mit dem Kopf gegen die Wand geprallt, das hat mir allerdings nicht geschadet.

Der Schiesssport ist Andrea Brühlmanns grosse Leidenschaft. (Bild: Michel Canonica)

Der Schiesssport ist Andrea Brühlmanns grosse Leidenschaft. (Bild: Michel Canonica)

Wie würden Sie sich mit drei Adjektiven beschreiben?

Sportlich, spontan und dickköpfig.

Was würde Ihre Mutter über Sie sagen?

Sie würde sagen, dass ich das Talent zum Kochen und Backen von ihr habe und dass ich sehr zielstrebig bin.

Auf welchen Luxus möchten Sie nicht verzichten?

Im Vergleich zu anderen Ländern leben wir ja total im Luxus. Was mir aber wichtig ist, ist eine gute Matratze. Erholsamer Schlaf ist für mich unerlässlich, deshalb ist ein gutes Bett ein Luxus für mich, den ich nicht missen möchte.

Wie nennen Ihre Freunde Sie?

Die meisten sagen schon Andrea. Die ganz engen Freunde wissen aber, dass meine Geschwister mir mal den Übernahmen ‘Getschlä’ gegeben haben. Warum es dazu gekommen ist, wissen wir alle drei nicht mehr so genau, geblieben ist er trotzdem.

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrem Vater?

Ganz klar das handwerkliche Geschick, da ist er extrem begabt und ich glaube, dass ich das von ihm mitbekommen habe. Und seine ruhige und überlegte Art.

Was soll auf Ihrem Grabstein stehen?

Ich hoffe, dass es bei mir nie einen Grabstein geben wird. Ich wünsche mir, dass meine Asche entweder aus dem Flugzeug oder irgendwo über einem See verstreut wird. Auf Nimmerwiedersehen.

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