Die drei vergifteten Hobbybrauer von der Brauerei Säntisblick luden zum ersten Bierfest nach Wängi

Gemütlichkeit mit neuem Weizenbier und würzigen Bierwürsten: Die Wängemer Mikrobrauerei veranstaltete am Samstag zwei Jahre nach ihrer Gründung erstmals ein Bierfest.

Maya Heizmann
Drucken
Teilen
Sie haben Freude an ihrem Hobby: Stefan Schärer, Bruno Meier und Stefan Gasser vergangenen Samstag im umgebauten Brauwagen ihrer Brauerei Säntisblick.

Sie haben Freude an ihrem Hobby: Stefan Schärer, Bruno Meier und Stefan Gasser vergangenen Samstag im umgebauten Brauwagen ihrer Brauerei Säntisblick.

(Bild: Maya Heizmann)

«Wir trinken gerne Bier, und das Bierbrauen ist keine Hexerei.» Das sagen die drei Hobbybrauer Bruno Meier, Stefan Gasser und Stefan Schärer. Nach einem Bierbraukurs entschieden sich die drei Bierliebhaber, selber eine kleine Brauerei zu eröffnen, und gründeten einen Verein. Das war vor zwei Jahren. Nun organisierten sie das erste Bierfest in Wängi. Mit ihrer Brauerei Säntisblick wollen sie die Bierkultur im Tannzapfenland fördern.

Auf dem Hof von Familie Meier, zwischen Wängi und Eggetsbühl gelegen, erhielten die Gäste Einblicke in die Bierherstellung. Die Brauer haben in einem ehemaligen Wohnwagen eine Brauerei eingebaut, auch die elektronische Steuerung und Programmierung haben sie selbst entwickelt. So werden zum Beispiel die Temperaturen der Sude ständig elektronisch überwacht.

Nebst «Häx» oder «Vieri» neu auch ein Weizenbier

Die obergärigen Ale-Biere entstanden nach eigenen Rezepturen. So die blonde «Häx» mit einem leichten Zitrusgeschmack, das «Vieri» mit einem süsslichen Aroma, das erst nach vier Stunden optimal gelungen war, das «1296», das sich von den aktuell eingetragenen 1296 Bierbrauer in der Schweiz ableitet, und nun das neue Weizen-Wängi-Bier. Dieses konnte am Samstag beim Bierfest erstmals verkostet werden. Zur Bierherstellung braucht es nebst Geduld Wasser, Hopfen, Malz und Hefe. Die Herstellung des Bieres verläuft in mehreren Schritten, zuerst kommt das Einmaischen mit geschrotetem Malz, dann das sogenannte Mälzen, die Malzzubereitung, hernach das Würzekochen, der eigentliche Brauvorgang, und zuletzt die Vergärung. Die in der Maische enthaltenen Zucker werden von der Hefe zu Alkohol verarbeitet. Mit dem Hopfen werden die Bitterstoffe und das Aroma festgelegt. Nach zehn Tagen bei Zimmertemperatur ist das Bier genussfertig.

Das Weizen-Wängi-Bier mundete den über hundert Gästen hervorragend. Zudem konnten die Besucherinnen und Besucher eine würzige Bierwurst geniessen. Das gemütliche Beisammensein stand dabei im Vordergrund.

«Qualität und Genuss sind unsere höchsten Ansprüche.»

Das sagen die drei Bierbrauer. «Wir üben das Hobby zum Plausch aus.» Sie seien einfach vom Brauen und Tüfteln vergiftet, sagen sie. Obwohl jeder der drei Familie habe, lasse sich dieses Hobby gut in der Freizeit ausüben.

Mehr zum Thema: