Die CVP will den Thurgauer Sport stärken

Die CVP Thurgau präsentiert Ideen, was mit den TKB-Millionen passieren soll. Sport, Kultur und Bildung sind drei Kernbereiche. Ein konkretes Projekt ist ein Haus des Sports in der Kantonshauptstadt.

Christof Lampart
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Marc Rüdisüli, Marlise Bänziger, Paul Rutishauser, Gallus Müller und Anja Scholz.

Marc Rüdisüli, Marlise Bänziger, Paul Rutishauser, Gallus Müller und Anja Scholz.

Bild: Donato Caspari

Die kantonale CVP-Spitze hatte am Freitag ins Restaurant Kunsteisbahn nach Frauenfeld eingeladen. Dies aus gutem Grund. Denn zwei der Projekte, das Haus des Sports und die Sommer-Kunsteisbahn sollten, nach dem Willen von CVP-Parteileitungsmitglied Anja Scholz, an diesem Standort realisiert werden.

Das Haus des Sports sei eine «Investition in die Jugend und in die Gesundheit der Bevölkerung». Die Halle würde ein ganzjähriges Training in Wintersportarten wie Eishockey oder Eiskunstlauf ermöglichen und könnte über ein bestehendes Eisfeld gebaut werden. Ein Haus des Sports stärke auch den Thurgau als Sportkanton.

Marc Rüdisüli, Mitglied des Vorstandes der JCVP, will den übrigen Platz beim «neuen historischen Museum» in Arbon dazu nutzen, um mit dem TKB-Geld einen «Work & Culture Hub Thurgau» einzurichten. Es sollten «nicht nur alte Maschinen ausgestellt werden», sondern ein Raum entstehen, an dem die Faszination für die Technik vermittelt, aber auch gesellschaftliche Entwicklungen ihren Platz fänden.

Darüber hinaus sollte hier innovativ gearbeitet, gelebt und gelernt werden. «Wir wollen einen Impuls setzen, der über die Region Arbon hinaus geht», sagte Rüdisüli.

Auch noch andere Ideen

Die Leiterin der CVP-Geschäftsstelle, Marlise Bänziger, stellte das von CVP-Kantonsrätin Maja Bodenmann initiierte «Mint Go tec Thurgau»-Projekt vor. Hier handelt es sich um eine Ergänzung zum «Digital Campus Thurgau» der Industrie- und Handelskammer Thurgau. Das Angebot soll allen Volksschülern ganzjährig an schulfreien Tagen zur Verfügung stehen und dazu dienen, dass Mathe, Naturwissenschaften, Informatik und Technik einer breiten Zielgruppe nähergebracht werden könnten.

Ein «erprobtes Vorbild» sei das «Go tec»-Labor in Neuhausen am Rheinfall. Die jährlichen Kosten betrügen rund 500000 Franken. Das Projekt selbst soll durch Bund und Kanton, durch Beträge von Partnern, Stiftungen und Eigenleistungen von Industrie und Wirtschaft finanziert werden.

Gallus Müller: «Eine Chance verpasst»

CVP-Parteipräsident Paul Rutishauser zog über die diversen Wahlen eine zwiespältige Bilanz. Während man bei den Majorzwahlen «durchwegs sehr gute» Resultate erzielt habe, seien diese bei den Proporzwahlen eher «durchmischt» gewesen. Dass man bei den Grossratswahlen trotz eines Wähleranteilzuwachses von 0,2 Prozent zwei Mandate verloren habe, sei «Riesenpech» gewesen.

Gallus Müller, CVP/EVP-Fraktionschef im Grossen Rat, hob drei Geschäfte hervor. So zeigte er sich erfreut, dass die Änderung des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern «viel für den Mittelstand und für die Familien» gebracht habe. Unverständnis äusserte er darüber, dass der CVP/EVP-Antrag für ein Konzept zum Umgang mit Wasserknappheit im Rat keine Mehrheit fand. Gar einen «unrühmlichen Abschluss» habe die Interpellation «Entwicklungsschwerpunkt Wil West: ein Leuchtturmprojekt ohne öffentliche Diskussion» gefunden. Hier habe man «eine Chance verpasst, ein Zukunftsprojekt ins richtige Licht zu stellen, allfällige Wünsche zu platzieren und die Bevölkerung für dieses Projekt zu sensibilisieren».