Die Coronapandemie füllt das Auftragsbuch der Frauenfelder Sozialfirma Murghof mit 7000 Plexiglas-Schutzscheiben

In den vergangenen 17 Jahren konnte der Murghof seinen Umsatz auf 7,5 Millionen Franken verfünfachen. Vorteile bringt die Konzentration auf den Standort in der ehemaligen Gerberei Kappeler.

Christine Luley
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Murghof-Vereinspräsident Christian Herrmann und Murghof-Geschäftsführer Rupert Summerauer.

Murghof-Vereinspräsident Christian Herrmann und Murghof-Geschäftsführer Rupert Summerauer.

(Bild: Christine Luley)
Stadträtin Barbara Dätwyler.

Stadträtin Barbara Dätwyler.

(Bild: Donato Caspari)

«Ihr Wert stellt etwas dar»: Mit diesen Worten dankte Stadträtin Barbara Dätwyler dem Murghof an der Mitgliederversammlung von Dienstagabend für den Beitrag an die Gesellschaft und übermittelte Grussworte des Stadtrates. Von einer «gefreuten Sache» sprach Vereinspräsident Christian Herrmann und blickte auf den grossen Umbau zurück. 220 Angestellte arbeiten nun in grossen, hellen, flexiblen Räumen an der Baliere zusammen. Die Firma sei ein attraktiver Arbeitgeber.

«Es gefällt den Leuten, und sie sind stolz hier arbeiten zu können.»

Das Geschäftsergebnis lasse sich sehen, sagte Finanzchef Urs Thossy und präsentierte die Jahresrechnung 2019. Sie weist bei einem Betriebsertrag von 7,444 Millionen Franken einen Gewinn von knapp 132'000 Franken aus.

Wegen der Coronapandemie läuft das Geschäft mit Plexiglas-Schutzscheiben. Die Murghof-Werkstätten in Frauenfeld produzieren auf Hochtouren.

Wegen der Coronapandemie läuft das Geschäft mit Plexiglas-Schutzscheiben. Die Murghof-Werkstätten in Frauenfeld produzieren auf Hochtouren.

(Bild: Reto Martin)

Bruno Gerig trat nach 18 Jahren Vorstandsmitarbeit zurück. «Es war eine tolle Zeit, man hat stets lösungsorientiert gearbeitet», sagte er. Die Firma sei gewachsen, der 2002 erwirtschaftete Umsatz sei von 1,5 auf fast 7,5 Millionen im vergangenen Jahr angestiegen. Neu unterstützen Manuela Fritschi und Thomas De Martin den Vorstand. Die bisherigen Mitglieder Ruedi Fuchs, Urs Thossy und Ursula Duewell sowie Präsident Herrmann wurden wiedergewählt.

«Uns geht es gut», sagte Geschäftsleiter Rupert Summerauer. Man sei im ersten halben Jahr gut über die Runden gekommen. Die Schliessung der Werkstätten war trotz Coronakrise kein Thema.

«Bei euch erleben wir Normalität, lässig bei euch zu arbeiten.»

So laute der einhellige Kommentar von Mitarbeitern mit einer Beeinträchtigung. Während einige Abteilungen weniger ausgelastet waren, lief es in der Plexiglastechnik rund. Man habe gut 7000 Schutzscheiben verarbeitet.