Interview

«Die Belastung ist doppelt so hoch»: Neuer Weinfelder Sekundarschulpräsident kann sich ganz auf die Bildungspolitik konzentrieren

Thomas Wieland ist am Wochenende zum Sekundarschulpräsidenten gewählt worden.

Sabrina Bächi
Drucken
Teilen
Thomas Wieland wurde am Wochenende zum Präsidenten der Sekundarschule Weinfelden gewählt.

Thomas Wieland wurde am Wochenende zum Präsidenten der Sekundarschule Weinfelden gewählt.

(Bild: Andrea Stalder)

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Wahlresultat?

Thomas Wieland: Ja, ich bin sehr zufrieden. Es hat aber ohne Gegenkandidat auch kein richtiger Wahlkampf stattgefunden. Es war ja auch der Wunsch der Parteien, dass ich beide Schulpräsidien übernehme.

Ist das der erste Schritt zur Volksschulgemeinde?

Es könnte der erste Schritt sein. Aber die Behörden sind momentan ja immer noch getrennt. Sollte es zu einer Volksschulgemeinde kommen, müssten die zum Sekundarschulkreis gehörenden Primarschulen ihre Eigenständigkeit aufgeben. Der Weg dorthin wäre also sicher ein langer. Mir ist es auch besonders wichtig, dass so ein Prozess nicht von aussen über die beteiligten Schulgemeinden gestülpt wird. Vielmehr müssten sie dieses Projekt anstossen. Ich persönlich sähe jedoch gewisse Vorteile in einer Volksschule. In welche Richtung es jedoch geht, wird die Zukunft zeigen.

Vorteile welcher Art?

Man könnte Ressourcen nutzen, etwa die gesamte Verwaltung an einem Ort bündeln. Und es braucht nicht mehr so viele Behördenmitglieder, das kann auch ein Vorteil sein.

Nun bleiben die Behörden vorerst getrennt unter Ihrer Führung. Was sind denn die Vorteile dieses Systems?

Als Präsident beider Behörden arbeite ich in einem 90-Prozent-Pensum. Das bringt den Vorteil, dass ich fokussierter für die Schule arbeiten kann und öfter in der Schulverwaltung bin. Ich kann mich ganz auf die Bildungspolitik konzentrieren.

Gibt es auch Nachteile?

In der Schulbehörde gibt es Spitzenzeiten, in denen die Belastung besonders hoch ist. Das habe ich nun doppelt. Ich muss beispielsweise zwei Versammlungen vorbereiten. Aber das ist sicher machbar.

Gibt es ein erstes Projekt, welches Sie nach den Sommerferien angehen möchten?

Ja, ich möchte die Führungs- und Organisationsstruktur in beiden Behörden überprüfen. Das Problem ist heute, dass an wichtigen Funktionsstellen keine Stellvertreter vorhanden sind. Das möchte ich ändern. Das heisst, ich will die Schulverwaltung stärken und breiter aufstellen. Gerade beim Ressort Bau möchte ich die Kompetenzen künftig vermehrt in der Verwaltung haben.

Mehr zum Thema