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Drittes Flugblatt zur Abstimmung über die Eschliker Sporthalle: Die Befürworter reagieren

Bisher sorgten Gegner der geplanten Sporthalle mit zwei Flugblättern für Aufruhr. Vereine und politische Parteien haben sich am Donnerstag auf dem gleichen Weg für den Bau ausgesprochen.
Roman Scherrer

Aller guten Dinge sind drei, könnte man sagen. So haben die Eschliker Haushalte seit Ende August schon zwei Flugblätter erhalten, die sich auf die Abstimmung über die geplante Sporthalle am 23. September beziehen. Am Donnerstag folgte nun ein drittes. Im Gegensatz zu den ersten beiden sind darauf jedoch Argumente für den Bau der Halle aufgeführt.

Nicht mit so viel Werbung der Gegner gerechnet

Die Initiative für das Flugblatt haben Vereine – darunter der Eschliker Turnverein und der Fussballclub – ergriffen. Nebst deren Logos sind aber auch jene der Ortsparteien auf dem Papier zu sehen, abgesehen von jenem der CVP. Die Christdemokraten haben bereits am Infoanlass im August bekannt gegeben, dass sie mit dem Standort der geplanten Halle nicht einverstanden sind.

Kurt EggerPräsident der Grünen Partei Eschlikon

Kurt Egger
Präsident der Grünen Partei Eschlikon

«Besser spät als nie», sagt Kurt Egger, Kantonsrat und Präsident der Grünen Partei Eschlikon, zum Zeitpunkt des Flugblatt-Versands. Man habe aber auch gar nicht damit gerechnet, dass die Gegner der Sporthalle so viel Werbung für ihr Anliegen machten. Das Pro-Flugblatt sei nun eine Reaktion darauf. «Wir fanden, dass wir von unserer Seite her auch informieren müssen.»

Präsident der Grünen kann Argumentation mit Umwelt-Aspekten nicht nachvollziehen

Das zweite Gegner-Flugblatt argumentierte mit Umwelt-Aspekten. Dies kann aber selbst Kurt Egger als Vertreter der Grünen nicht nachvollziehen. Er finde die Argumentation «bösartig». Das Flugblatt bezeichne den geplanten Standort der Halle als letzte freie Grünfläche. «Es ist aber nicht so, dass es in Eschlikon sonst keine Grünflächen gibt.» Zudem sei die vorgesehene Parzelle schon längst öffentliche Zone. «Die Frage war also nie, ob sie frei bleibt, sondern nur, was gebaut wird. Hätte die Schule für die Halle extra freies Land eingezont, hätte ich mich natürlich dagegen gewehrt», sagt Egger.

Den Bau einer neuen Sporthalle erachtet er als nötig, da man aufgrund der steigenden Schülerzahl «in spätestens vier Jahren vor einem Problem steht», sollte die Vorlage abgelehnt werden. Egger ist es zudem ein Anliegen, dass die Sportvereine ihre Aktivitäten im eigenen Dorf ausüben können.

Vereine müssen Hallen anmieten

Ins gleiche Horn stösst der Präsident der Eschliker SVP, Stephan Süess:

«Es ist Tatsache, dass die Sportvereine Hallen derzeit an verschiedenen Orten von Wil bis Frauenfeld anmieten müssen, um ihre Trainings durchführen zu können.»

Stephan SüessPräsident SVP Eschlikon

Stephan Süess
Präsident SVP Eschlikon

Mit dem Flugblatt habe man zeigen wollen, dass viele Leute dem Projekt positiv gesinnt sind. Eines der Argumente, die das Pro-Flugblatt anführt, ist «optimale Standortwahl mit sicheren Wegen für unsere Kinder». Dies widerspricht direkt dem ersten Gegner-Flugblatt, das vor «mehr Verkehr und weniger Sicherheit für unsere Kinder» warnt.

Kürzerer Weg der Schüler als Argument

Hintergrund des Arguments sei, dass die Schule der Hauptnutzer der neuen Sporthalle wäre, welche direkt gegenüber dem Schulhaus Bächelacker zu stehen kommen soll, sagt Stephan Süess. «Für die Schüler entsteht also ein viel kürzerer und somit sicherer Weg als bei den vorgeschlagenen anderen Standorten, die auch noch viel teurer wären.»

Ein weiteres Argument der Hallen-Befürworter ist, dass der Finanzplan der Schulgemeinde trotz zusätzlicher Kosten durch die Sporthalle bis 2023 keine Steuererhöhung vorsieht. «Das war bestimmt ein wichtiger Punkt, der die Leute vorher verunsichert hat», sagt Stephan Süess und verweist auf die knappe Zustimmung von 52 Prozent zum Planungskredit 2015. «Das Argument, dass wir uns die Sporthalle nicht leisten könnten, ist damit widerlegt.»

Auf der Parzelle «Braatewääg, Friesler» soll die neue Eschliker Sporthalle entstehen. (Bild: Olaf Kühne)

Auf der Parzelle «Braatewääg, Friesler» soll die neue Eschliker Sporthalle entstehen. (Bild: Olaf Kühne)

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