Die Bauarbeiten an der neuen Schulanlage Schollenholz in Frauenfeld starten mit viel Gesang

Die Primarschule Frauenfeld investiert in den nächsten drei Jahren 34 Millionen Franken in den Standort Schollenholz.

Stefan Hilzinger
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Lehrerin Tanja Gall dirigiert den Schülerchor, der die Schulanlage Schollenholz besingt.

Lehrerin Tanja Gall dirigiert den Schülerchor, der die Schulanlage Schollenholz besingt.

Bild: Andrea Stalder

«Scholleholz, uf di simmer stolz», singt der Schülerchor fröhlich. Lehrerinnen unterstützen mit Gitarrenbegleitung, und Musiklehrerin Tanja Gall gibt den Takt vor. Trotz Minusgraden startet die Primarschule Frauenfeld am Donnerstag sehr beschwingt in gut drei Jahre dauernde Bauphase am Standort Schollenholz.

Schulpräsident Andreas Wirth zitiert zunächst Antoine de Saint-Exupéry: «Die Zukunft bauen, heisst die Gegenwart bauen.» Dann Dichterfürst Goethe: «Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.»

Doch letzteres Zitat gelte für das Projekt Schollenholz gerade nicht. Sowohl die Stimmbürger als auch die Lehrerschaft, die Nachbarn oder die städtischen Behörden seien dem Projekt in der dreijährigen Planungsphase stets wohlgesinnt gewesen. Wirth erinnert an die immer ganz deutliche Zustimmung zu Planungs- und Baukredit von total rund 35 Millionen Franken an der Urne.

Eine besondere Schulanlage nahe an der Natur

Für drei Jahre wird die Schulanlage Schollenholz nun zur Baustelle. Als Symbol dafür überreichen zwei Schüler, assistiert von Schulleiterin Elisabeth Wiget, dem Architekten Brian Baer von Lauener-Baer Architekten einen hölzernen Schlüssel. Baer lobt die Konzeption des bestehenden Schulhauses aus dem Jahr 1973, ein Entwurf des damals jungen Winterthurer Architekten Hans Schwager.

Architekt Brian Baer mit Elisa und Marcello, die ihm den Schlüssel überreichten.

Architekt Brian Baer mit Elisa und Marcello, die ihm den Schlüssel überreichten.

(Bild: Andrea Stalder)

Besonders sei die Nähe der Schulanlage zur Kulturlandschaft und zum Waldstück, von dem der Bau seinen Namen hat. «Wir haben versucht, diese Qualität aufzunehmen und weiterzuführen. Das sollte uns nun auch gelingen», sagt Baer.

Schülerin Nadja baggert.

Schülerin Nadja baggert.

(Bild: Andrea Stalder

Bevor es schliesslich an die Wärme geht, darf eine weitere Schülerin mit der Baggerschaufel ein Stück Rasen aufbrechen, was sie unter freudigem Beifall tut. Nach Vorarbeiten beginnt der eigentliche Aushub im kommenden Frühling.