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Dernière, Spielplatz und eine Grenzfrage bei der Schulgemeinde Matzingen

Nebst den Finanzen standen an der Schulgemeindeversammlung vom Montagabend ein Kreditantrag und eine Konsultativabstimmung im Zentrum. Und Präsident Erwin Spring blickte auf seine sechsjährige Amtszeit zurück.
Samuel Koch
Erwin Spring übergibt das Schulpräsidium bald in die Hände seiner Nachfolgerin Christina Burgermeister. (Bild: Samuel Koch)

Erwin Spring übergibt das Schulpräsidium bald in die Hände seiner Nachfolgerin Christina Burgermeister. (Bild: Samuel Koch)

Zum letzten Mal, aber keinesfalls betrübt, hat Erwin Spring am Montagabend zur Versammlung der Primarschule Matzingen begrüsst. 38 Schulbürger fanden den Weg in die Turnhalle Mühli und liessen sich zunächst von Finanzchef Claudio Russo über die Finanzlage ins Bild setzen. «Auf der Ertragsseite gibt es fast eine Punktlandung», sagte er.

Und weil auf der anderen Seite deutlich weniger Ausgaben anstanden, resultiert in der Rechnung 2018 bei Gesamtausgaben von rund 3,78 Millionen Franken ein Gewinn von etwa 227'000 Franken. Die wesentlichsten Minderausgaben fallen bei Personal- und Sachaufwand an.

Schaukeln, Kletterpark und Sitzmöglichkeiten

Die Anwesenden hiessen sowohl die Rechnung als auch die Gewinnverwendung gut, die eine Einlage von 200'000 Franken in den Bauerneuerungsfonds vorsieht. Der Rest kommt dem Eigenkapital zugute. Fragen blieben auch bei der Präsentation des Budgets 2019 aus, bei welchem die Schulbehörde bei Ausgaben von rund 4,08 Millionen Franken ein Minus von etwa 82'000 Franken prognostiziert.

Sowohl Budget als auch der gleichbleibende Steuerfuss von 61 Prozent nahmen die Schulbürger einstimmig an. Diese Zahl dürfte auch in Zukunft unverändert bleiben, obschon die Behörde bis 2024 mit einem Schülerzuwachs von aktuell 229 auf 271 ausgeht.

In der Investitionsrechnung steht die Erneuerung des rund 20 Jahre alten öffentlichen Spielplatzes Mühli auf dem Programm. Der für Unterhalt und Liegenschaften zuständige Markus Bührer stellte das Projekt mit Schaukeln, Kletterpark und Sitzmöglichkeiten für 150'000 Franken genauer vor. «Das ist eine gute Investition», sagte Präsident Erwin Spring, ehe die Schulbürger das Projekt ohne eine Gegenstimme durchwinkten.

Kantonales Departement klärt auf

Eine kleinere Diskussion gab es rund um eine von Spring initiierte Konsultativabstimmung über eine mögliche Grenzbereinigung beim Staudenhof in Halingen. So verläuft die Grenze der Schulgemeinde im Gegensatz zu jener der politischen Gemeinde östlich des Weilers, womit die Kinder der dort wohnhaften Familien zwar auf Gebiet der politischen Gemeinde Stettfurt zu Hause sind, jedoch schultechnisch zur Schulgemeinde Matzingen gehören. Zum Wirrwarr sagt ein betroffener Vater:

«Unsere Kinder gehen schon in Stettfurt zur Schule, wir Eltern haben dort aber keine Stimmberechtigung.»

Die Matzinger Schulbürger sprachen sich unverbindlich für die Bereinigung des Anliegens aus, obschon dafür noch rechtliche Fragen offen sind. «Warum das so ist, konnte mir niemand sagen», meinte Erwin Spring.

Beim kantonalen Departement für Erziehung und Kultur (DEK) kennt man den Fall zwar nicht konkret. Er sei aber im Kanton kein Einzelfall. So gibt es etwa in Homburg ähnliche Szenarien, wie Beat Brüllmann, Leiter Amt für Volksschule, erklärt.

DEK-Generalsekretär Paul Roth verweist auf das Volksschulgesetz. Demnach kann ein Kind «aus wichtigen Gründen einer anderen Abteilung oder einem anderen Ort» zugeteilt werden. Zudem sieht das Gesetz vor, dass selbst Schulgemeindegrenzen anders gezogen werden können. Aber:

«Die Änderung bedarf der Bewilligung des Regierungsrates.»

Kommt es so weit, wäre der betroffene Vater zukünftig auch als Schulbürger in Stettfurt stimmberechtigt und müsste dort Schulsteuern zahlen.

Im Denken dynamisch und jung trotz hohem Alter

Zum Schluss der rund einstündigen Versammlung blickte Spring zurück auf seine sechsjährige Amtszeit mit Projekten wie dem Verkauf des roten Schulhauses oder des Areals Bachwies. «Meine Frau überredete mich damals», sagte der 69-jährige, der sich zukünftig noch mehr um seine Enkel kümmern will. «Obwohl er gegen 70 steuert, blieb er im Denken dynamisch und jung», sagte Vizepräsident Claudio Russo in seiner Dankesrede, welcher lang anhaltender Applaus folgte.

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