Vier Kandidaten stellen sich der Ersatzwahl in die Aadorfer Schulbehörde - darunter der Ettenhauser Daniel Müller

Daniel Müller kandidiert für die Wahl in die Aadorfer Schulbehörde vom 25. November. Sein Leistungsausweis qualifiziert ihn zu einem aussichtsreichen Anwärter.

Kurt Lichtensteiger
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Der 53-jährige Daniel Müller stellt sich Ende November zur Wahl. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Der 53-jährige Daniel Müller stellt sich Ende November zur Wahl. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Dass Leute mit Format für öffentliche Ämter nicht leicht zu finden sind, ist im heutigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld nur allzu bekannt. Den Gegenbeweis liefert nun aber Aadorf, wo vier Personen für zwei Sitze in der Schulbehörde kandidieren. Dabei kann man wohl nicht behaupten, dass dieses Amt mit ausserordentlichem Sozialprestige verbunden ist. Umso mehr, als vergangene Zerwürfnisse innerhalb der Behörde nicht gerade Lust auf einen Einsitz gemacht haben dürften. Und umso erfreulicher sind die vorliegenden Kandidaturen.

Zu diesen zählt auch jene von Daniel Müller aus Ettenhausen. «Ich will meinen Beitrag leisten, dass das Vertrauen in die Behörde sofort wieder hergestellt wird, damit diese ihren Auftrag bis zum Ende der Legislatur 2021 erfüllen kann», sagt der 53-Jährige. «Das sind wir den Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrpersonen und der Aadorfer Bevölkerung schuldig.» Im Sinne der Sache sei es nun angezeigt, den Blick nach vorne zu richten, um die pendenten Arbeiten unverzüglich in Angriff zu nehmen, damit die Schulen wieder unter optimalen Bedingungen arbeiten können.

Derzeit auf Stellensuche

Daniel Müller ist in Ruanda (Afrika) eingeschult worden, ehe er seine anschliessende Jugendzeit in Bern verbrachte, wo er die Wirtschaftsmittelschule besuchte. Nach einer Ausbildung zum Verkaufskoordinator wurde er Leiter des Migros-Marktes in Winterthur-Seen. Darauf leistete er einen anderthalbjährigen Auslandeinsatz für die Schweizer Armee auf dem Balkan, um danach eine Tätigkeit bei der Sicherheitsabteilung der Swiss zu übernehmen. Zuletzt war er Geschäftsführer der Arbeitskontrollstelle des Kantons Zürich. Als Oberstleutnant der Logistik führte er ein Spitalbataillon.

Wegen einer betrieblichen Umstrukturierung ist der Vater zweier Kantischülerinnen, 16- und 18-jährig, derzeit auf Stellensuche. Seine Führungserfahrung, seine grosse Affinität zu Menschen und seine Teamfähigkeit stimmen ihn zuversichtlich, dass sich berufliche Türen öffnen werden.

Seit 13 Jahren in der Gemeinde

Während 16 Jahren wohnte Müller in Elgg, bevor er im Jahr 2005 nach Ettenhausen übersiedelte. In der Gemeinde Aadorf hat er sich bestens eingelebt und sich für das Gemeinwohl eingesetzt. So war er sechs Jahre lang in der Elternmitwirkung der Sekundarschule Aadorf (EMSA) tätig, wovon vier Jahre als Präsident. Als Experte bei den «1:1 Bewerbungsgesprächen» und als Projektverantwortlicher von MidnightSports sowie als Mitglied der Evangelischen Kirchenvorsteherschaft Aadorf ist ihm keine Arbeit zu viel.

«Ich habe mich an der schulischen Ausbildung stets interessiert gezeigt, nicht zuletzt während der Schulzeit meiner beiden Töchter. Weil diese nun nicht mehr die hiesigen Schulen besuchen, kann ich unbefangen und ohne Eigeninteressen an das Amt herangehen», sagt der Parteilose, der wohl Kredit über alle Parteien hinweg geniessen dürfte. «Es ist genau der optimale Zeitpunkt dafür. Das Stimmvolk kann nun entscheiden, wem sie das Vertrauen geben will.»