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Der Wettbewerb für den Schulhausneubau in Müllheim geht weiter

Die Schulbürger bewilligen einen Kredit über 160000 Franken für die Fortführung der Planung des Neubaus der Schulanlage «Allzweck Wiel». Die Architekten erhalten zusätzliche Auflagen.
Andreas Taverner
Die Mehrzweckhalle soll als Teil des umfangreichen Neubauprojektes «Allzweck Wiel» ersetzt werden. (Bilder: Andreas Taverner)

Die Mehrzweckhalle soll als Teil des umfangreichen Neubauprojektes «Allzweck Wiel» ersetzt werden. (Bilder: Andreas Taverner)

Kaum hat Schulpräsident Oliver Schmid die Anwesenden begrüsst, ergriff Mathias Tschanen das Wort. 151 Stimmberechtigte waren am Mittwochabend in die Wielhalle an die ausserordentliche Schulgemeindeversammlung nach Müllheim gekommen. Das waren nochmals mehr als am ebenfalls gut besuchten Informationsanlass Anfang September.

Mathias Tschanen stellte einen Änderungsantrag für das Haupttraktandum 3 des Abends. Der Antrag war im Vorfeld mit der Schulbehörde abgesprochen worden. Den Schulbürgern stand an der Versammlung zur Wahl, ob sie das Bauprojekt «Allzweck Wiel» im Rahmen des bereits begonnenen Architekturwettbewerbs fortsetzen wollen, oder ob sie allenfalls ein Planerwahlverfahren starten möchten.

Tschanen gab nochmals zu bedenken, dass an der Schulgemeindeversammlung vom 27. März gut 60 Prozent den Kredit von 160000 Franken für den angefangenen Architekturwettbewerb abgelehnt hatten. Um die Kosten und Entscheidungsgewalt über das Projekt zu Gunsten der Stimmbürger gegenüber den Architekten zu wahren, enthält der Ergänzungsantrag vier detaillierte Abschnitte mit Auflagen, welche die Architekten beim Wettbewerb einzuhalten haben.

Mehr Stimmen von Fachpersonen in der Jury

Heinz Fehlmann erläutert den Ergänzungsantrag

Heinz Fehlmann erläutert den Ergänzungsantrag

Diese erläuterte Heinz Fehlmann den Anwesenden. So werden zum Beispiel die Arbeiten der Architekten durch einen externen Kostenplaner beurteilt. Der Ergänzungsantrag formuliert Kriterien und deren Gewichtung, nach denen die Jury die eingereichten Beiträge zu beurteilen hat. Im Mittelpunkt stehen dabei architektonische Gestaltung (40 Prozent), Funktionalität (30 Prozent) sowie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit (30 Prozent).

Weiter verlangt das Ergänzungstraktandum, dass das Honorar die Architekten selbst zu offerieren haben. So sollen die Steuermittel noch zielgerichteter eingesetzt werden können. Weiter solle beim Fachpreisgericht jeweils eine zusätzliche Fachperson für die pädagogischen und betrieblichen Anliegen sowie eine weitere Fachperson, die die wirtschaftliche Effizienz des Bauvorhabens im Auge behält, Einsitz in die Wettbewerbsjury erhalten.

Lieber mit diesen Ergänzungen als gar nichts

Fehlmann sagte auf Nachfrage eines Votanten, der wissen wollte, ob der Antrag zum Planerwahlverfahren hinfällig sei: «Lieber etwas statt nichts». Fehlmann betonte auch, dass sie mit Fachspezialisten nach einer bestmöglichen Lösung gesucht hätten, um das Projekt noch zu retten. Eine Votantin störte sich daran, dass die vielen Punkte, die aus weiterer Distanz kaum lesbar waren, nicht im Voraus verteilt worden seien. Gemeinderat Urban Bernhardsgrütter merkte an, dass ein externer Gutachter für die zwölf Wettbewerbsvorschläge nicht umsonst zu haben sein wird. «Ansonsten kann ich mit den Zusätzen gut leben», sagte Bernhardsgrütter.

Schliesslich wurde das Traktandum 3 mit dem Antrag, das Wettbewerbsverfahren weiterzuführen, samt den Ergänzungen einstimmig gutgeheissen. Zum Schluss der kurzen Versammlung stellte Schulpräsident Schmid noch die neu gewählte Amanda Zieri dem Publikum vor. Sie ersetzt Claudia Seitz, die aus der Gemeinde weggezogen ist.

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