Der Vierte im Bunde fürs Stadtpräsidium in Steckborn

Moritz Eggenberger heisst der nächste Kandidat, der mit dem Stadtpräsidium in Steckborn liebäugelt. Der 31-jährige Familienvater arbeitet bereits bei der Verwaltung und sieht sich gegenüber seinen Mitstreitern im Vorteil.

Samuel Koch
Drucken
Teilen
Ein Blick auf die Altstadt von Steckborn. (Bild: Olaf Kühne)

Ein Blick auf die Altstadt von Steckborn. (Bild: Olaf Kühne)

Als Herzenssache. So benennt Moritz Eggenberger seine Kandidatur fürs Stadtpräsidium Steckborn. «Und ich bin hier aufgewachsen», ergänzt der 31-jährige Familienvater zu seiner Motivation. Eggenberger zeichnet seit einem halben Jahr für die Gemeindewerke verantwortlich und arbeitet als stellvertretender Bauverwalter bei der Stadtverwaltung.

Moritz Eggenberger. (Bild: PD)

Moritz Eggenberger. (Bild: PD)

Der Parteilose reiht sich damit als vierter in den Bund der Kandidaten für die Nachfolge von Stadtpräsident Roger Forrer ein, wie der «Bote vom Untersee und Rhein» berichtete. Gegenüber seinen Mitbewerbern sieht sich Eggenberger mit guten Chancen:

«Ich bin derjenige, der wahrscheinlich das breiteste Klavier bespielen kann.»

Er habe im Gegensatz zu den anderen Kandidaten sowohl eine breitere Ausbildung geniessen können als vermutlich auch mehr Erfahrung im Berufsleben. Nach einer Lehre als Servicetechniker und der Berufsmatura studierte Eggenberger Wirtschaftsingenieurwesen, das ihm unter anderem auch oft berufliche Reisen ermöglichte:

«Zwischen Hongkong und Argentinien habe ich sehr vieles gesehen und verschiedene Kulturen kennen gelernt.»

Seine jetzige Stelle als Leiter Gemeindewerke hätte er vor einem Jahr nicht angetreten, wäre damals schon klar gewesen, dass Roger Forrer nach seiner zweiten Legislatur zurücktreten wird. «Denn Politik hat mich schon immer interessiert», sagt Eggenberger.

Kann und will sich politisch nicht einordnen

Die Bewohner des Städtchens kennen ihn. Er engagiert sich auch privat, sei es als OK-Präsident des Steckborner Berglaufs, als ehemaliges Vorstandsmitglied des örtlichen Turnvereins oder als Vizepräsident und Gründungsmitglied der Süsswasserpiraten. Dass ihn der amtierende Stadtrat Jonas Füllemann, Präsident der Süsswasserpiraten, zu einer Kandidatur bewegt hat, dementiert Eggenberger.

«Ich komme aus der Führung und kann mir das Amt als Stadtpräsident sehr gut vorstellen»

sagt er. Politisch einordnen lassen will und kann er sich nicht. «Wenn ich das könnte, wäre ich schon längst in einer Partei», meint er. Einerseits denke er wirtschaftlich für einen gesunden Finanzhaushalt. Andererseits habe er auch viel für Mensch und Natur übrig.

Interessiert, aktiv und mit klarer Haltung

Vor allem mit sachpolitischen Themen kann sich Eggenberger identifizieren. Zur Kontroverse um die Scheitingerwiese etwa attestiert er dem Stadtrat ein professionelles Auftreten. «Er hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und die richtigen Entscheidungen getroffen», sagt Eggenberger.

Er sei interessiert, aktiv und stünde zu dem, was er sage. «Ich habe eine klare Haltung und verbiege mich nicht», meint er. Und wenn er nicht gerade Zeit mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen verbringt, trifft er Freunde oder widmet er sich dem Sport – im Turnverein oder draussen.

Ein Podium mit allen Stadtpräsidiumskandidaten findet am 9. Januar 2019, um 19.30 Uhr, voraussichtlich in der Aula der Schule Feldbach in Steckborn statt.

In Steckborn geht die Suche nach Kandidaten weiter

Als Nachfolger für den Steckborner Stadtpräsidenten Roger Forrer haben sich bisher zwei Kandidaten beworben. Die Koordinationsgruppe will dem Stimmvolk aber eine grössere Auswahl präsentieren und sucht weiter.
Margrith Pfister-Kübler

In Steckborn tritt ein Lehrer gegen den Pfarrer an

Es kommt doch noch zum Wahlkampf am Untersee. Nachdem Andreas Gäumann lange alleiniger Kandidat war, bewirbt sich nun auch Seklehrer Markus Kuhn um die Nachfolge von Stadtpräsident Roger Forrer
Judith Meyer

STECKBORN: Der Stapi nimmt den Hut

Am Montagmorgen teilte Roger Forrer überraschend mit, dass er das Amt des Stadtpräsidenten 2019 aufgibt. Danach übernimmt er die Leitung des familieneigenen Immobilienunternehmens in Wil.
Rahel Haag