Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Wängemer Gemeinderat will das Gemeindehaus renovieren

Das Gemeindehaus ist 40 Jahre alt und entsprechend sanierungsbedürftig. Der Gemeinderat hat deshalb einen Projektierungskredit in die Investitionsrechnung aufgenommen. Ein Totalumbau ist hingegen vom Tisch.
Olaf Kühne
Der Eingangsbereich des 1979 eingeweihten Wängemer Gemeindehauses ist laut dem Gemeinderat nicht mehr zeitgemäss. (Bild: Bilder: Olaf Kühne)

Der Eingangsbereich des 1979 eingeweihten Wängemer Gemeindehauses ist laut dem Gemeinderat nicht mehr zeitgemäss. (Bild: Bilder: Olaf Kühne)

Grosses Spektakel verspricht die kommende Wängemer Gemeindeversammlung nicht gerade. Muss sie aber auch nicht. Ist doch das Haupttraktandum in der Versammlungsbotschaft, welche in diesen Tagen in alle Haushaltungen der Gemeinde zugestellt wurde, das Budget 2019.

Für das kommende Jahr rechnet der Wängemer Gemeinderat mit einem Defizit von knapp 348'000 Franken. Dies bei einem Gesamtaufwand von 14,9 Millionen Franken. Für die Behörde kein Grund, mehr Steuern einzutreiben. Sie beantragt der Gemeindeversammlung am 29. November, den Steuerfuss bei – für Hinterthurgauer Verhältnisse tiefen – 49 Prozent zu belassen.

Eigenkapital lässt Spielraum zu

«Wir können solche Defizite – vorerst – unserem Eigenkapital belasten», erklärt Gemeindepräsident Thomas Goldinger. «Durch die Umstellung auf das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 ist dieses grösser geworden, was uns beim Budgetieren diesen Spielraum zulässt.»

Interessantere Punkte stechen in der Wängemer Versammlungsbotschaft aus der Investitionsrechnung ins Auge. Hier ist ein Projektierungskredit von 40'000 Franken budgetiert – für die Renovation des Gemeindehauses. Laut Gemeindepräsident Goldinger eine alte Pendenz. «Unser Gemeindehaus wurde 1979 eingeweiht», sagt er. Fenster und Fassade stammen noch aus dieser Zeit. Auch der Eingangsbereich mit den Schaltern verströmt – positiv ausgedrückt – Siebzigerjahrecharme.

Baukredit nächstes Jahr an der Gemeindeversammlung

«In den vergangenen Jahren haben wir alle möglichen Varianten diskutiert», sagt Goldinger, «bis hin zu einem Totalumbau für drei bis vier Millionen». Indes gelte es festzuhalten: «Wir haben keine Platznot.» Der Gemeinderat kam deshalb zum Schluss, dass er die Fassade sanieren und die Fenster ersetzen will. Blättert doch aussen bereits die Farbe ab, durch die Fenster zieht es in die Büros. Der Kostenvoranschlag hierfür beläuft sich auf 360'000 Franken.

Thomas Goldinger Gemeindepräsident Wängi

Thomas Goldinger Gemeindepräsident Wängi

Erst eine Grobkostenschätzung – über 550'000 Franken – gibt es für den Umbau des Eingangs- und Schalterbereichs. «Dieser Bereich unseres Gemeindehauses ist schlicht nicht mehr zeitgemäss», sagt der Gemeindepräsident. «Einerseits aus optischen Gründen. Vor allem aber ist wegen der offenen Bauweise die Diskretion am Schalter nicht gewährleistet.»

Mit dem Projektierungskredit von 40'000 will der Gemeinderat nun den Entwurf eines Innenarchitekturbüros zu einer abstimmungsreifen Vorlage ausarbeiten lassen. «Den Baukredit können wir voraussichtlich an der Gemeindeversammlung des kommenden Jahres vorlegen.»

Kommende Gemeindeversammlungen in Wängi

Die Wängemer Schulgemeindeversammlung vom 29. November in der Mehrzweckhalle beginnt um 19.30 Uhr. Die Versammlung der politischen Gemeinde findet im Anschluss statt.

Gemeindepräsident Goldinger verweist auf zwei weitere Posten in der Investitionsrechnung:

«Das Pflegezentrum Neuhaus ist mit dem Anliegen an uns gelangt, einen Gehweg entlang der Neuhausstrasse zu prüfen.»

Würde doch die rund 200 Meter lange Strecke zwischen Pflegezentrum und Grütstrasse von Zentrumsbewohnern und ihren Besuchern gerne zum Spazieren genutzt.

Pflegezentrum übernimmt die Hälfte der Kosten

Nur weist die Strasse mit Tempo 80 weder ein Trottoir noch Sitzgelegenheiten auf. «Wir konnten ein schönes Projekt ausarbeiten», sagt Goldinger. «Ein zwei Meter breites Trottoir mit Bänkli und Bäumen.» Zudem habe sich das Neuhaus – weil das Projekt vor allem seinen Bewohnern dient – bereit erklärt, die Hälfte der erforderlichen 140'000 Franken zu übernehmen.

Exakt dieselbe Summe – 70'000 Franken – hat der Wängemer Gemeinderat schliesslich für die Projektierung eines weiteren Tiefbauvorhabens eingesetzt: die Verbreiterung der Heiterschenbrücke. Diese dient als Zufahrt zum gleichnamigen Industriegebiet und ist für Lastwagen sehr schmal. «Die Brücke ist für den Industrieverkehr ein Engpass, besonders wenn noch gleichzeitig Fussgänger unterwegs sind», sagt Goldinger denn auch.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.