Der Verein Freihandbibliothek feiert seinen 30. Geburtstag: In Diessenhofen werden jährlich 10 000 Bücher verleiht

Bereits drei Jahrzehnte gibt es die Freihandbibliothek in Diessenhofen. Anlässlich des Jubiläums ehrt Vereins- und Stadtpräsident Markus Birk die beiden langjährigen Bibliothekarinnen Miriam Ganz und Margrit Lier.

Dieter Ritter
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Stadtpräsident Markus Birk ehrt Leiterin Miriam Ganz (links) und Margrit Lier, Bibliothekarin seit der Gründung.

Stadtpräsident Markus Birk ehrt Leiterin Miriam Ganz (links) und Margrit Lier, Bibliothekarin seit der Gründung.

Bild: Dieter Ritter

Vereins- und Stadtpräsident Markus Birk hielt die Jubiläumsrede zu Ehren des 30-jährigen Bestehens der Diessenhofer Freihandbibliothek. Nach einem kurzen Streifzug durch die Geschichte des Leuehofs dankte er bei den Feierlichkeiten am vergangenen Wochenende den Mitarbeiterinnen der Bibliothek für ihren Einsatz. Mit Blumen ehrte er Miriam Ganz und Margrit Lier. Ganz ist Leiterin der Bibliothek. «Eine Person, die Gas gibt» rühmte Birk. Lier ist seit der Gründung als Bibliothekarin im Einsatz.

Vereinsmitglieder hatten auf dem Vorplatz des Leuehofs eine Festwirtschaft eingerichtet. Auf der Suche nach Trouvaillen durchstöberten Schnäppchenjäger den Büchermarkt. Für nur einen Franken gab es Comichefte und Bücher, die heute kaum mehr zu kaufen sind. Ganz sagte:

«Wir brauchen Platz für Neues.»

Es galten strenge Hygienemassnahmen, auf Wunsch wurden Masken abgegeben. Höhepunkte des Festes waren Auftritte von Magic Fabrice. Der 16-jährige Fabrice Fankhauser unterhielt die Gäste mit verblüffenden Tricks. Auf wundersame Weise liess er ein Blatt Papier verschwinden oder Jasskarten in eine Tischbombe wandern.

Die Freihandbibliothek empfängt jährlich rund 7000 Besucher und verleiht etwa 10000 Bücher. Dazu kommen rund 2000 CDs, Kassetten und Zeitschriften. Mit der digitalen Bibliothek Ostschweiz (Dibiost) stehen auch elektronische Bücher, Hörbücher, Zeitungen und Musik übers Internet zur Verfügung. Dank Sponsoren ist die Ausleihe kostenlos. Die Stadt unterstützt den Verein jährlich mit 9000 Franken und die Volksschulgemeinde mit 3000 Franken.

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