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Der Thurgau zählt mehr Einwanderer, aber auch mehr Auswanderer

Jeder dritte Thurgauer Auswanderer zog 2018 nach Deutschland. Dies geht aus Analysen der Thurgauer Dienststelle für Statistik hervor. Die Haushaltsstruktur im Kanton zeigt: Die Zahl der alleinlebenden Senioren wächst überdurchschnittlich.
Larissa Flammer
(Bild: Ralph Ribi)

(Bild: Ralph Ribi)

4300 Personen sind im Jahr 2018 aus dem Ausland in den Kanton Thurgau gezogen – vier Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig haben rund 3100 Personen den Thurgau Richtung Ausland verlassen, dies sind etwa sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Gut jeder dritte Auswanderer verlegte seinen Wohnsitz vom Thurgau nach Deutschland. Das teilt die Thurgauer Dienststelle für Statistik mit. Sie hat kürzlich Analysen der Zu- und Wegzüge und der Haushaltsstrukturen im Kanton veröffentlicht.

Drei Viertel der Auswanderer waren Ausländerinnen oder Ausländer, ein Viertel Schweizer Bürgerinnen und Bürger. Letztere zog es oft nach Deutschland, Thailand, in die Vereinigten Staaten oder nach Spanien. Jeder vierte Auswanderer oder jede vierte Auswanderin aus dem Thurgau war zwischen 25 und 34 Jahre alt.

In den vergangenen Jahren ist die Bevölkerung im Kanton stark gewachsen. Den Ausschlag gaben vor allem die Zuzüge aus dem Ausland. Die Einwanderungen haben in den letzten Jahren zwar etwas abgenommen, bewegen sich aber immer noch auf hohem Niveau. Das Wanderungssaldo veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr kaum und betrug 1235 Personen (minus 1,8 Prozent).

Reger Wohnortswechsel mit dem Kanton St.Gallen

6700 Personen zügelten im Jahr 2018 aus einem anderen Kanton in den Thurgau, 6100 in umgekehrter Richtung vom Thurgau in einen anderen Kanton. Mit dieser «Wanderungsbilanz» gehört der Thurgau schweizweit zu jenen Kantonen, die am meisten Zuzügerinnen und Zuzüger aus anderen Kantonen anziehen. Häufig kamen Zuzüger aus dem Kanton St.Gallen: 2500 Personen zogen von dort in den Thurgau, umgekehrt wechselten 2230 Personen vom Thurgau in den Kanton St.Gallen.

Auch aus dem Bezirk Winterthur gab es «netto» einen nennenswerten Zustrom in den Thurgau. Anders ist die Wanderungsbewegung mit der Stadt Zürich: 450 Thurgauerinnen und Thurgauer verlegten 2018 ihren Wohnort dorthin, nur 250 Stadtzürcher zogen in den Thurgau. Mit Abstand am häufigsten wird jedoch innerhalb des Kantons gezügelt. Im Jahr 2018 verlegten rund 10300 Thurgauer ihren Wohnsitz in eine andere Gemeinde im Kanton.

Trend zu kleineren Haushalten setzt sich fort

Neue Resultate veröffentlichte die Dienststelle für Statistik zudem zu den Privathaushalten im Kanton. Ende 2018 gab es im Thurgau rund 119'700 Privathaushalte – 1600 oder 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Hälfte des Wachstums ging auf das Konto von Einpersonenhaushalten.

Der «typische» Haushalt ist heute klein: In zwei von drei Thurgauer Haushalten leben nur eine oder zwei Personen. Die durchschnittliche Haushaltsgrösse umfasste 2018 2,28 Personen. In sechs Prozent aller Haushalte wohnen fünf oder mehr Personen.

Überdurchschnittlich viele Einpersonenhaushalte gibt es in den grossen Gemeinden sowie am Ober- und Untersee. In Kreuzlingen wohnt in vier von zehn Haushalten nur eine Person. Damit weist Kreuzlingen einen fast doppelt so hohen Anteil an Alleinlebenden auf wie beispielsweise die Gemeinden Schönholzerswilen und Homburg, wo in nur gut 20 Prozent der Haushalte nur eine Person wohnt.

In jedem neunten Haushalt wohnt eine über 65-jährige Person alleine. Die Zahl der alleinlebenden Seniorinnen und Senioren wächst überdurchschnittlich. 2018 nahm sie um 3,3 Prozent oder rund 400 Haushalte zu. Heute leben dafür eher weniger junge Menschen in einem Singlehaushalt als noch vor ein paar Jahren.

Hinweis: www.statistik.tg.ch

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