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Der Thurgau legt den Grundstein für einen weiteren Hochschulstandort

Der Kanton ist der Vereinigung über die Ostschweizer Fachhochschulen beigetreten. Die Chancen für einen Standort im Thurgau sind dadurch gestiegen.
Silvan Meile
Ein mögliches Forschungsfeld auch für Fachhochschulen: Smartfarming bei Agroscope in Aadorf. (Key/Gaetan Bally)

Ein mögliches Forschungsfeld auch für Fachhochschulen: Smartfarming bei Agroscope in Aadorf. (Key/Gaetan Bally)

Der Thurgau rückt näher an die Fachhochschulen in Rapperswil und Buchs und St. Gallen. «Der Regierungsrat hat den Beitritt des Kantons Thurgau zur Vereinbarung über die Ost – Ostschweizer Fachhochschulen – beschlossen», schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Damit habe man sich ein wesentliches Mitspracherecht in der Nachfolgeorganisation der Fachhochschule Ostschweiz gesichert. Das gilt nun auch für Buchs und Rapperswil, die das Profil einer technischen Hochschule einbringen.

Ausserdem erhöhe dieser Beitritt die Chancen für den Thurgau, «selbst Standort eines Forschungsinstituts oder einer Ausbildungsstätte dieser Hochschule zu werden». Dieser Wunsch besteht auch in der Politik. Bisher war der Thurgau nur Mitglied der eher wirtschaftslastigen Fachhochschule St. Gallen.

Mehr Fachrichtungen erhöhen die Chancen

Mit dem Zusammenschluss kann sich der Thurgau nun auch die technischen Disziplinen nutzbar machen, die in Buchs und Rapperswil gelehrt werden. Mit Blick auf einen eigenen Aussenstandort dieser Fachhochschule seien Forschungsfelder Technik oder Informatik für den Thurgau eher von Bedeutung, sagt Urs Schwager, Chef des kantonalen Amts für Mittel- und Hochschulen. Das hätten auch Abklärungen ergeben, die unter anderem mit Thurgauer Wirtschaftsvertretern getätigt worden seien.

Zwar gebe es noch keine konkreten Pläne für einen eigenen Standort, die Chancen seien mit diesem Bekenntnis zur Fachhochschule Ost und dem grösseren fachlichen Spektrum «exponentiell gestiegen», sagt Schwager. Ausserdem stünde man im Kanton St. Gallen einem Thurgauer Standort grundsätzlich zustimmend gegenüber. Denkbar wäre eine Forschungskoorperation mit einer bestehenden Institution wie etwa der «Swiss Future Farm» in Tänikon. Dort forscht der Kanton Thurgau in Zusammenarbeit mit der eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope und Wirtschaftsvertretern an der Digitalisierung in der Landwirtschaft.

Jeder Kanton hat eine Stimme in der Trägerkonferenz

«Hier bestünde eine Grundlage, um auch im Fachhochschulbereich etwas aufzubauen», sagt Schwager. Dass aber ein ganzer Studiengang im Thurgau aufgebaut werde, sei wohl eher unrealistisch. Die Fachhochschule Ost soll am 1. September 2020 operativ starten. Der Kanton St. Gallen ist Hauptbeitragszahler, die beiden Appenzell sowie Glarus, Schwyz, Thurgau und das Fürstentum Liechtenstein sind Mitträger. In der Trägerkonferenz sind alle Träger mit einer Stimme vertreten. Im Hochschulrat wird der Thurgau 2 von 15 Mitglieder bestimmen. Der Beitritt in die Vereinbarung über die Ostschweizer Fachhochschule soll für den Kanton Thurgau gemäss Mitteilung «kostenneutral erfolgen».

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