Der Siegermuni fürs Kantonale Schwingfest in Frauenfeld hört auf den Namen Geiges

Der Zuchtstier für den Sieger des Kantonalen Schwingfests vom 5. Mai in Frauenfeld ist getauft, er heisst Geiges. «Der Muni ist sicher dickköpfige als ich», meint Namensgeber Stefan Geiges, der als Frauenfelder Gemeinderat bekannt ist. Die Organisation für den Schwinget mit Tausenden Zuschauern auf der Kleinen Allmend nimmt langsam Formen an.

Samuel Koch
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Kurz nach der Taufe: Gabenchef Hanspeter Krähenbühl, OK-Präsident Walter Lanz, Züchter Beat Schmid aus Lustdorf, Zuchtstier Geiges und seine Paten Karin und Stefan Geiges. (Bild: PD)

Kurz nach der Taufe: Gabenchef Hanspeter Krähenbühl, OK-Präsident Walter Lanz, Züchter Beat Schmid aus Lustdorf, Zuchtstier Geiges und seine Paten Karin und Stefan Geiges. (Bild: PD)

Mit dem Zuschauerauflauf vor neun Jahren von knapp einer Viertelmillion am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest kann das Kantonale Schwingfest in Frauenfeld vom Sonntag, 5. Mai, logischerweise nicht mithalten. Trotzdem erwartet das OK um Präsident Walter Lanz, der übrigens bereits beim Eidgenössischen Schwinget für die Organisation mitverantwortlich zeichnete, am Thurgauer Kantonalen Schwingfest des organisierenden Schwingerverbandes Unterthurgau beachtliche rund 4000 Zuschauerinnen und Zuschauer, wenn der Titel des Bösesten verliehen wird und Kränze verteilt werden.

Walter Lanz, OK-Präsident 114. Thurgauer Kantonales Schwingfest in Frauenfeld. (Bild: PD)

Walter Lanz, OK-Präsident 114. Thurgauer Kantonales Schwingfest in Frauenfeld. (Bild: PD)

Die Vorbereitungen für das «kleine, aber feine Schwingfest» auf der Kleinen Allmend laufen auf Hochtouren. Für den bösesten aller rund 150 am Fest erwarteten Schwinger winkt ein Zuchtstier als Lebendpreis. Der Siegermuni hört dieses Jahr auf den Namen Geiges. Diese Woche ist er im Beisein von Karin und Stefan Geiges feierlich getauft worden.

Züchter des rund fünfzehnmonatigen Bullen ist Landwirt Beat Schmid aus Lustdorf, der sich bis zum Schwinget darum kümmert, dass «Geiges» noch kräftig an Gewicht zulegt. Kostenpunkt für die Spende: 8000 Franken. Die Financiers freuen sich, den Siegerpreis für einen Schwinget stemmen zu dürfen. 

Stefan Geiges: «Der Muni ist sicher dickköpfiger als ich»

Den Siegermuni Geiges fürs Kantonale Schwingfest in Frauenfeld vom 5. Mai sponsert die Tiefbauunternehmung Geiges AG mit Sitz in Warth-Weiningen. Deren Inhaber Stefan Geiges ist bekannt als Politiker, engagiert sich der Christdemokrat mit Jahrgang 1964 doch seit 16 Jahren im Frauenfelder Gemeinderat. Zudem politisierte er fünf Jahre für die CVP im Grossen Rat.

Stefan Geiges, wie sind Sie auf die Idee gekommen, den Siegermuni zu spenden?

Meine Frau Karin ist in unserer Firma fürs Sponsoring zuständig. Weil unser Mitarbeiter Stefan Fiechter im OK des Kantonalen Schwingfests sitzt, haben wir uns dafür entschieden, den Muni zum Preis von 8000 Franken zu spenden. Es ist uns eine Ehre, dass wir den Zuschlag für ein Fest dieses volkstümlichen Sports erhalten haben.

Im politischen Geschäft gelten Sie als Heisssporn, der auch auf den Tisch klopft, wenn ihm etwas nicht passt. Wer ist dickköpfiger, Sie oder der Muni?

Ganz klar der Muni, der hat sicher den härteren Grind. Ich bin schon etwas breiter gefächert, deshalb kann ich ja auch schon so lange im Gemeinderat tätig sein. (lacht)

Wie sind Sie mit dem Schwingsport verbunden?

Persönlich nicht gross. Unsere Firma unterstützt aber immer wieder Grossanlässe in der Region, wie etwa auch 2010 das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest auf der Grossen Allmend. (sko)

Rinder Lea und Arlette sowie ein Fohlen

Nebst dem Zuchtstier dürfen sich die teilnehmenden Schwinger auf drei weitere Lebendpreise freuen, die Hanspeter Krähenbühl als Gabenverantwortlicher im OK vorstellt. So spendete Toni Fässler aus Uesslingen das Holstein-Rind Lea, das aus dem Stall von Kurt Guntersweiler aus Oberwil stammt.

Und die Gebrüder Dieter, Hanspeter und Ruedi Krähenbühl finanzieren das Rind Arlette, das aus dem Betrieb von Walter Arnold aus Schönenberg kommt. Als vierter Lebendpreis winkt ein Fohlen, gestiftet von den Geschwistern Schmid vom Hessenbohl in Lustdorf. OK-Präsident Walter Lanz, der zurzeit in den Ferien in Sri Lanka weilt, ist den Spendern der Lebendpreise dankbar. Zum Auswahlverfahren meint er:

«Wir haben Wert darauf gelegt, dass sie aus der Region kommen und dem Schwingsport gutgesinnt sind.»

Nebst Preisen für den Gabentempel nimmt auch das Fest mit sechsstelligem Budget langsam Formen an. So steht mittlerweile fest, wo genau die Schwinger für «Brienzer», «Hüfter» und «Kurz» ins Sägemehl schreiten. «Die Wettkämpfe finden auf dem Fussballplatz östlich der Turnfabrik statt», meint Lanz. Der Standort habe sich ergeben, nachdem sich die Umsetzung der geplanten Sandhalle auf dieser Parzelle verzögerte.

Befreundete Vereine helfen mit

Der Ticketvorverkauf startet im April. Bereits angelaufen hingegen ist die Helfersuche. «Wir benötigen etwa 300 Helferinnen und Helfer», meint er. Einige befreundete Vereine haben dem OK bereits ihre Unterstützung zugesichert. Denn das Ziel ist klar: «Es soll ein tolles 114. Thurgauer Kantonalschwingfest in einer kompakten Arena geben, bei dem der Sport im Fokus steht.» Dazu trägt auch «Geiges» seinen Teil bei.

Alle Infos zum 114. Thurgauer Kantonalen Schwingfest unter: www.frauenfeld2019.ch