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Der Regen lässt am Seerücken aufatmen

Zweckverband Wasserversorgung Seerücken West: Nach dem Aufruf zum Wassersparen vor drei Wochen folgt nun die Entwarnung.
Margrith Pfister-Kübler
Als das Trinkwasser vor drei Wochen knapp wurde: Ingrid von Känel, Präsidentin der Wasserversorgung Seerücken West, und Ueli Meier, Wasserwart der Gemeinde Mammern, bei einer Quellfassung im Wald von Schloss Liebenfels. (Bild: Reto Martin (24. Juli 2019)

Als das Trinkwasser vor drei Wochen knapp wurde: Ingrid von Känel, Präsidentin der Wasserversorgung Seerücken West, und Ueli Meier, Wasserwart der Gemeinde Mammern, bei einer Quellfassung im Wald von Schloss Liebenfels. (Bild: Reto Martin (24. Juli 2019)

«Durch die letzten doch zum Teil starken und längeren Regenfälle und die in der nächsten Woche zu erwartenden Regentage kann vorerst Entwarnung betreffend Wasserknappheit gegeben werden», sagt Ingrid von Känel, Präsidentin der Wasserversorgung Seerücken West (WSW) mit den Verbandsgemeinden Eschenz, Mammern, Herdern, Homburg und Hüttwilen. Eschenz hat kürzlich ein Flugblatt verteilt mit dem Aufruf zum Wassersparen (unsere Zeitung berichtete) und jetzt eines mit Entwarnung.

In welchen Ausmass hat der aktuelle Niederschlag eine Verbesserung bei der Quellschüttung gebracht? «Die Verbesserung bei den Quellschüttungen ist nur sehr marginal», erklärt von Känel. Und Christoph Isenring, Chef Werkhof Eschenz, sagt zu den Hintergründen:

«Eine gut gefasste Quelle sollte nicht kurzfristig auf Niederschläge reagieren.»

Fakt sei, so Isenring, dass die Quellwasserfassungen Hüttenberg (Eschenz) und Bannholz (WSW) in den Sommermonaten kaum auf starke Niederschläge reagieren. Für eine wirkliche Erholung der Quellschüttungen brauche es vor allem in den Wintermonaten genügend Niederschläge.

Wasser kann nicht lange gelagert werden

Wie gross ist die Reserve-Kapazität von Trinkwasser im Zweckverband Wasserversorgung Seerücken West (WSW)? «Trinkwasser kann wegen möglicher Verkeimung nicht gelagert werden», sagt WSW-Präsidentin Ingrid von Känel. Grundsätzlich haben die Gemeinden Eschenz, Homburg, Herdern, Hüttwilen und Mammern die Möglichkeit, Wasser vom WSW zu beziehen. «Je nach Bedarf beziehen diese Gemeinden mehr oder weniger WSW-Wasser.» Auch gebe es eine Dokumentation für die Trinkwasserversorgung in Notlagen. Mammerner trinken zu 95 Prozent Quell- und Grundwasser. (kü)

Bewässerung von Gärten und Feldern gesunken

Doch durch den aktuell starken Regen und die merklich tieferen Temperaturen in den letzten Tagen sei der Bedarf an Wasser, insbesondere für die Garten- und Feldbewässerung stark zurückgegangen. Wasserknappheit bestehe, wenn die Wasserressourcen nicht mehr genügen, um den Bedarf zu decken. Dass bei anhaltender Trockenheit Quellen nach und nach versiegen, sei ein Naturgesetz. Im Gegensatz zu Mammern könne Eschenz in Sommer den Bedarf nicht aus dem eigenen Quellgebiet sicherstellen.

«Die fehlende Menge wird von der WSW geliefert.»

Diese hat eine eigene Quelle (Hörnliquelle) oberhalb Bornhausen, und es wird Wasser aus dem Seewasserwerk Steckborn bezogen. Die Qualität des Trinkwassers wird regelmässig geprüft, der gesamte Inhalt des Brauchwassers täglich umgesetzt. «Unsere Trinkwasserqualität ist sehr gut», versichert WSW-Präsidentin von Känel. Die Überwachung der WSW-Anlagen sei sehr anspruchsvoll.

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