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Der Wittenwiler Pranger ist weg, die Probleme nicht

Gegen Beat Schärs Baugesuch haben 31 Personen Einsprache erhoben. Deren Namen veröffentlichte der Bauer auf einer Tafel. Sie steht nun nicht mehr.
Kurt Lichtensteiger
Familienangelegenheit: Die Schärs brechen die Infotafel mit der achtseitigen Rekursschrift wieder ab. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Familienangelegenheit: Die Schärs brechen die Infotafel mit der achtseitigen Rekursschrift wieder ab. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Die Aktion war eine Familienangelegenheit: In Begleitung ihrer vier Kinder haben sich Beat und Astrid Schär aus dem nahen Jakobstal aufgemacht, um eine aufgestellte «Warntafel» an der Scheuerstrasse im Aadorfer Dorfteil Wittenwil zu entfernen.

Diese hölzerne Tafel hatte in den letzten zwei Wochen für einiges Aufsehen gesorgt, befeuert in den Printmedien und angeheizt von einem Fernsehbericht – vor allem aber, weil darauf die Namen der Einsprecher gegen Schärs Baugesuch veröffentlicht waren.

Auf eine nachträglich fristgerecht eingereichtes Baugesuch zur erstellten Anzeigetafel wollte Bauer Schär verzichten und mit dem Rückbau einen ersten Schritt zur Beruhigung des Rechtsstreits einleiten, sagt der Grundstückbesitzer der maroden Gebäude «Schüür». Bei seinem Baugesuch zur Erstellung eines Laufstalls für Milchvieh, einer Remise sowie einer Mastkälberaufzucht beruft er sich hingegen auf eingehaltene Bauvorschriften von Gemeinde und Kanton. 31 Bewohner aus dem nördlich gelegenen Wittenwil waren allerdings damit nicht einverstanden, nicht zuletzt weil sie einen späteren Bau eines Schweinestalls befürchten.

Begehung mit Rechtsdienst des Kantons

«Am 20. März soll nun aufgrund des eingereichten Rekurses eine Begehung mit dem Rechtsdienst des Kantons und dem Aadorfer Gemeindepräsidenten Matthias Küng stattfinden. Es sei denn, die Rekurrenten ziehen ihren Rekurs zurück, wodurch der Augenschein obsolet würde», sagt Beat Schär. Doch so weit scheint es aber nicht zu sein, wie eine Anfrage beim Sprecher der 31-köpfigen Wittenwiler Rekurrentengruppe zeigte und vom Regionalsender TVO in diesem Sinne wohl etwas voreilig transportiert worden war.

Der angesprochene Beschwerdeführer wollte zum laufenden Verfahren nicht gross Stellung nehmen und verwies auf ein zweiseitiges Rundschreiben. Darin ist unter anderem zu lesen, dass den Beschwerdeführern mit dem Einspracheentscheid der Gemeinde Aadorf rechtliches Gehör verweigert worden sei, die Rekurrenten zudem Einsicht in die Akten nehmen wollen und darum vorsorglich Rekurs erhoben hätten. Ob sich die beiden Seiten nach dem entstandenen Medienrummel zu einer Einigung zusammenraufen, bleibt ungewiss. Zu wünschen wäre es.

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