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Der Platz wäre vorhanden für einen Aadorfer Wochenmarkt

Mittels Umfrage will die Gemeinde Aadorf herausfinden, ob das Bedürfnis nach einem Wochenmarkt besteht.
Roman Scherrer
Ein Wochenmarkt – wie auf der Frauenfelder Promenade – ist auch auf dem Platz vor dem Aadorfer Gemeinde- und Kulturzentrum denkbar.Bild: Andrea Stalder (Juli 2017)

Ein Wochenmarkt – wie auf der Frauenfelder Promenade – ist auch auf dem Platz vor dem Aadorfer Gemeinde- und Kulturzentrum denkbar.Bild: Andrea Stalder (Juli 2017)

Einige sind umsetzbar, andere kaum. An der Zukunftswerkstatt, welche der Aadorfer Gemeinderat Anfang 2017 durchgeführt hatte, äusserte die Bevölkerung verschiedenste Anliegen und Wünsche. Die Umsetzbaren darunter hat der Gemeinderat weiterverfolgt, dazu gehört auch ein Aadorfer Wochenmarkt.

Matthias KüngGemeindepräsident Aadorf(Bild: Olaf Kühne)

Matthias Küng
Gemeindepräsident Aadorf
(Bild: Olaf Kühne)

Zunächst will die Behörde einmal herausfinden, ob in der grössten Hinterthurgauer Gemeinde überhaupt ein Bedürfnis für einen Markt besteht. Dazu hat die Gemeindeverwaltung eine Online-Umfrage erstellt. «Diese hat ziemlich eingeschlagen», sagt der Aadorfer Gemeindepräsident Matthias Küng. «Wir haben Stand heute rund 200 Rückmeldungen erhalten.» Vor allem, als man die Umfrage in einer Aadorfer Facebook-Gruppe geteilt habe, seien viele darauf angesprungen.

Anbieter suchen wäre nächster Schritt

Voraussichtlich im kommenden Frühling will der Gemeinderat das Resultat der Umfrage verwenden, um sich – je nachdem – für oder gegen die Einführung eines Wochenmarktes zu entscheiden. Spricht er sich dafür aus, würde die Gemeinde als Initiantin zunächst Anbieter für den Markt suchen. «Das Ziel wäre dann, dass es praktisch zu einem Selbstläufer wird, der wenig Aufwand erfordert», erklärt Matthias Küng. «Natürlich mit Unterstützung der Gemeinde.»

«Das Ziel wäre dann, dass es praktisch zu einem Selbstläufer wird.»

Bei der Suche nach Marktanbietern würde man sich in erster Linie auf das lokale Gewerbe konzentrieren. «Das versteht sich von selbst», sagt Küng. Allerdings verortet der Gemeindepräsident bei eben dieser Suche auch einige Herausforderungen. So sei es beispielsweise nicht das Ziel, mit dem Markt lokale Betriebe zu konkurrieren. Die grösste Schwierigkeit sei aber die Suche an sich. «Ein Markt bedeutet für die Anbieter auch viel Aufwand», sagt Küng. Und einige potenzielle Standbetreiber würden ihre Ware möglicherweise schon an den nahegelegenen Märkten in Frauenfeld oder Elgg anbieten.

«Aber wir wissen auch noch gar nicht, wie gross ein möglicher Aadorfer Markt werden würde. Es wäre nur schon lässig, wenn er überhaupt zu Stande käme», sagt Matthias Küng. Damit teilt er die Meinung von einem Grossteil der Aadorfer, deren Umfrageergebnisse der Gemeindepräsident bereits einsehen konnte. Spricht sich der Grossteil in der Umfrage für einen Markt aus, «wäre das auch eine Verpflichtung, das Angebot zu nutzen», ist Küng überzeugt. Vor dem Gemeinde- und Kulturzentrum wäre jedenfalls ein Platz vorhanden, der sich als Marktplatz anbieten würde.

Ein Novum im Hinterhurgau

Kommt der Aadorfer Wochenmarkt zu Stande, wäre er ein Novum im Hinterthurgau – und womöglich eine Bühne für das Projekt Regionale Entwicklung (PRE) Tannzapfenland. Dieses hat das Ziel, den Absatz von regionalen Produkten zu fördern und die Wertschöpfung im südlichen Thurgau zu sichern.

«Ein Wochenmarkt in Aadorf könnte für einige unserer Direktvermarkter interessant sein.»

«Unsere Direktvermarkter sind am Wochenmarkt in Wil präsent», sagt Brigitte Süess, Geschäftsleiterin des PRE Tannzapfenland. Die Erfahrung habe dabei gezeigt, dass insbesondere der Verkauf von frischen Produkten Erfolg habe. «Ein Wochenmarkt in Aadorf könnte für einige unserer Direktvermarkter interessant sein.» Allerdings sei das unter anderem von den Rahmenbedingungen abhängig, wie etwa Marktöffnungszeiten oder Infrastruktur, erklärt Süess. «Auf jeden Fall ist der Wochenmarkt eine gute Möglichkeit, um einen Betrieb bekannt zu machen.»

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