Der Kanton Thurgau rüstet für die zweite Welle auf

Ärzte und Spitex müssen einen Vorrat an Schutzmaterial anlegen. Der Thurgau erklärt eine Empfehlung des nationalen Pandemieplans für obligatorisch.

Thomas Wunderlin
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Pandemie-Schutzmaske.

Pandemie-Schutzmaske.

Gaetan Bally / KEYSTONE


Mitarbeiter und Organisationen des Gesundheitswesens sind ab dem 31. August verpflichtet, Schutzmaterial für eine zweite Coronawelle vorrätig zu haben, wie der kantonale Fachstab Pandemie am Mittwoch bekanntgab. Diese Massnahme vermeide «wirkungsvoll einen erneuten Engpass an Schutzmaterial». Damit sei sichergestellt, dass die Mitarbeiter des Gesundheitswesens und damit auch die Thurgauer Bevölkerung geschützt seien. Die Massnahme ist bis am 30. Juni 2021 befristet.

Die Vorratspflicht gilt für Inhaber einer kantonalen Berufsausübungs- oder Betriebsbewilligung im Gesundheitsbereich, das heisst Spitäler, Alters- und Pflegeheime, Arztpraxen, Apotheken, Rettungsdienste, Spitexorganisationen sowie alle Medizinalpersonen mit einer Berufsausübungsbewilligung wie Ärzte, Zahnärzte, Chiropraktoren, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten.

In erster Welle gab es zuwenig Schutzmaterial

Der Fachstab erinnert daran, dass in der ersten Welle der Coronapandemie eine erhebliche Knappheit an Schutzmasken, Hygienemasken und Untersuchungshandschuhen bestanden habe. Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Personen habe in den Monaten April bis Juli abgenommen, steige aber gegenwärtig wieder an.

Dabei sei unbestritten, dass insbesondere in Gesundheitsinstitutionen für Mitarbeiter sowie Patienten ausreichend Schutzmaterial zur Verfügung stehen müsse.

Damit erklärt der Kanton Thurgau die Empfehlungen aus dem nationalen Pandemieplan für verbindlich. Dort wird Leistungserbringern im Gesundheitswesen empfohlen, Schutzmasken, Hygienemasken und Untersuchungshandschuhe in bestimmten Mengen vorrätig zu halten. (wu)

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