Der Kanton Thurgau reduziert den Ausstoss von Treibhausgasen der eigenen Gebäude um 43 Prozent

Auch der Energieverbrauch in den Gebäuden des Kantons sank in Frauenfeld deutlich.

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Der Kanton Thurgau stösst deutlich weniger CO2 aus .

Der Kanton Thurgau stösst deutlich weniger CO2 aus .

Donato Caspari

(red.) Der jüngste Energiebericht über die kantonalen Liegenschaften in Frauenfeld ist erfreulich: Zwischen 2013 und 2018 reduzierte sich die jährliche Endenergie um 3186 Megawattstunden (MWh) respektive 30 Prozent.

«Die damit verbundenen jährlichen Treibhausgasemissionen sanken im gleichen Zeitraum um 860 Tonnen oder 43 Prozent.»

Grund sei unter anderem der Fernwärmering. Der Energiebericht zeigt detailliert auf, wie viel Wärme, Strom und Wasser die kantonalen Liegenschaften in Frauenfeld verbrauchen und wie sich die damit verbundenen CO2-Emissionen entwickeln.

Das aus energetischer Sicht wichtigste Ereignis während der Erfassungsperiode 2013 bis 2018 sei das Umstellen grosser Anteile der Wärmeerzeugungen auf den Fernwärmeverbund der Wärme Frauenfeld AG ab 2014 gewesen, heisst es im Bericht. Damit verlagerte sich die Wärmeerzeugung der kantonalen Liegenschaften von der «Eigenerzeugung Gas» hin zur «Fernwärme Gas», hauptsächlich aber hin zur «Fernwärme Wärmepumpe». Die Wärmepumpen ersetzten 2018 rund 2340 MWh der Eigenerzeugungen mit Öl und Gas.

700 Prozent mehr grüne Energie

Der Energiebericht zeigt auch auf, dass der Kanton seit vielen Jahren in die Errichtung von hocheffizienten Fotovoltaikanlagen investiert. In den Jahren 2015 bis 2018 konnten auf kantonal genutzten Dächern über 20 Fotovoltaikanlagen errichtet werden. Im Jahr 2013 betrug die durch die dadurch erzeugte grüne Energie rund 170 MWh, im Jahr 2018 waren es bereits über 1400 MWh, was einer Erhöhung um über 700 Prozent entspricht.

Der Kanton Thurgau erzeuge jedoch nicht nur eigenen nachhaltigen Strom, sondern ist laut Energiebericht auch stets bemüht, den Energiebedarf der eigenen Liegenschaften zu senken. Durch verschiedene energiewirksame Sanierungen hätten 2018 im Vergleich zum Vorjahr rund 82,5 Tonnen CO2 eingespart werden können. Das entspreche rund 26 000 Litern Heizöl.