Corona: Der Thurgau ist in Alarmbereitschaft

Beim nächsten Lockerungsschritt behält der Kanton Thurgau die Corona-Fallzahlen besonders im Auge.

Silvan Meile
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Regierungspräsident Jakob Stark findet die nächsten Corona-Lockerungen richtig. Ab Montag soll das öffentliche Leben einen grossen Schritt zurück zur Normalität machen: Die Schulen öffnen, der öffentliche Verkehr rollt wieder in Richtung gewohntem Fahrplan und die Gastronomie empfängt nach der Zwangsschliessung erste Gäste. Der Thurgau ist bereit dafür. Seit zwei Wochen vermeldet der Kanton nur noch sehr wenige Neuansteckungen, meist null, selten mehr als eine pro Tag.

Alarmwert bei durchschnittlich 25 Neuinfektionen pro Tag

Diese täglichen Fallzahlen wird Gesundheitsdirektor Stark ab nächster Woche noch intensiver studieren als bisher. Nicht nur wegen der Lockerungsmassnahmen könnte es zu einem Anstieg an Neuinfizierten kommen, auch wegen der Ausdehnung der Tests. Bisher wurden im Thurgau hauptsächlich Risikopatienten und solche mit schweren Symptomen auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus getestet. Ab kommender Woche reichen gemäss Stark auch leichte Beschwerden wie Husten, Kopfweh oder Halsweh für einen Test.

Das dürfte sich auf die Zahlen der Neuinfizierten auswirken. Beim Kanton ist man deshalb in Alarmbereitschaft. «Wir haben einen Alarmwert von durchschnittlich 25 Neuinfektionen pro Tag», sagt Stark. Das heisst, wenn im Thurgau während drei Tagen mehr als 75 Personen positiv auf Corona getestet werden, wird eine kantonale Expertengruppe zusammengerufen, um die Lage neu zu beurteilen. Beim Spital müssten dann innert drei Tagen zusätzliche Betten für Coronapatienten garantiert werden.

Doch die Lage im Thurgau ist entspannt. Noch nie wurden mehr als 19 Personen pro Tag positiv auf Corona getestet. Somit blieb man auch bisher stets unter dem Alarmwert.