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Der Herausforderer: Arthur Hascher kandidiert als Lommiser Gemeindepräsident

Arthur Hascher ist seit sieben Jahren Gemeinderat in Lommis. Jetzt will er aber mehr: Der 54-Jährige will Gemeindepräsident werden und tritt gegen den langjährigen Amtsinhaber Fritz Locher an.
Roman Scherrer
Arthur Hascher in seinem Geschäft, der Garage Berli in Pfyn. (Bild: Andrea Stalder)

Arthur Hascher in seinem Geschäft, der Garage Berli in Pfyn. (Bild: Andrea Stalder)

Alles oder nichts. Nach diesem Grundsatz steigt Arthur Hascher in den Wahlkampf um das Lommiser Gemeindepräsidium. Mit seiner Frau und einem seiner beiden Söhne wohnt er in Weingarten und ist seit sieben Jahren Gemeinderat in den Ressorts Öffentliche Sicherheit, Verkehr, Strassen und Gewässer. Am 10. Februar tritt er aber nicht mehr als Gemeinderat an. Hascher sagt:

«Ich bin nicht erst gestern aufgewacht und habe gedacht: Ich will Gemeindepräsident werden».

Im vergangenen Frühjahr hat der 54-Jährige die Kollegen im Gemeinderat über seine Absicht informiert. Für den Wahlkampf hat er Visitenkärtchen erstellt – mit aufgedrucktem QR-Code, der als Link auf seine persönliche Website dient. «Diese Woche werden Flyer in alle Haushalte verteilt.»

Stichwort «Zukunft»

Auf der Website finden sich viele Schlagworte, mit denen Hascher sich beschreibt. Eines davon ist «Zukunft». Es sei wichtig, dass sich die Gemeinde Lommis laufend weiterentwickle, man den Ressourcen Sorge trage und eben die Zukunft strategisch plane. «Deshalb braucht es einen Gemeindepräsidenten, der alles neu beurteilen kann. Und jemand jüngeres steht ja per se eher für die Zukunft», erklärt Hascher.

Er verweist damit indirekt auf seinen Gegenkandidaten und langjährigen Amtsinhaber Fritz Locher. Sie seien zwar nicht immer gleicher Meinung und hätten verschiedene Wertvorstellungen. «Wir sind uns aber immer mit Respekt begegnet.» Weiter möchte Arthur Hascher nicht darauf eingehen:

«Ich rede lieber von mir als gegen andere.»

Er würde nicht alles umkrempeln, sollte er Gemeindepräsident werden, so Hascher. Die Kommunikation des Gemeinderats würde er aber ändern. «Ich will sie persönlicher gestalten und die Technik besser nutzen.»

Arthur Hascher ist Vorstandsmitglied der SVP Wängi-Lommis. Das würde sein Wirken als Gemeindepräsident aber nicht beeinflussen. «Es hat auch in den vergangenen sieben Jahren keine Rolle gespielt.» Zudem habe er keine Ambitionen für ein weiteres politisches Mandat.

Freude an der Arbeit als Gemeinderat

Er sei aber schon ein «Traditionstyp» und es sei ihm wichtig, bei Anlässen von Vereinen oder Unternehmen präsent zu sein. «Daran habe ich Freude.» Freude bereitet ihm auch die Arbeit als Gemeinderat. Er habe dabei ein gutes Netzwerk aufbauen können. «Und ich bin gerne bürgernah», sagt Hascher. Er mag es, wenn die Lommiser mit ihren Anliegen an ihn gelangen – auch beim Ausüben seiner Leidenschaft, dem Biken:

«Wenn mich dann jemand sieht und die Hand hebt, weiss ich, die Person will mir etwas mitteilen.»

Stolz zählt Arthur Hascher auf, welche Projekte er als Gemeinderat alles umsetzen konnte: Die Wiederinbetriebnahme der Postautohaltestelle «Brücke» in Weingarten, die Mitwirkung bei der Neuorganisation der Zivilschutzkreise und der Ausbau diverser Strassen in Lommis sind nur einige davon. «Wenn ich mit meinem Sohn über die Banneggstrasse fahre, sage ich immer: Das ist meine Strasse.»

Es scheint deshalb überraschend, dass Arthur Hascher nicht mehr als Gemeinderat kandidiert. Er erklärt:

«Ich leiste ein immenses Pensum für die Behörde. Daran bin ich aber selbst schuld.»

So habe er in seinem Geschäft – Arthur Hascher ist Inhaber der Autogarage Berli in Pfyn – immer Anfragen beantwortet, die ihn als Gemeinderat betreffen. Als Gemeindepräsident will er die beiden Tätigkeiten klar trennen können.

Langjähriger Mitarbeiter übernimmt Geschäftsleitung

Die Nachfolge in seiner Garage hat Hascher bereits geregelt. Ein langjähriger Mitarbeiter wird nach und nach die Geschäftsleitung übernehmen. Das habe aber nichts mit seiner Kandidatur zu tun. «Die Nachfolgeregelung war schon länger ein Thema», erklärt Hascher.

Und vor gut einem Jahr ergab sich für ihn die Möglichkeit, die Garagen-Liegenschaft zu kaufen. «So konnte ich den Standort des Geschäfts sichern, das war wichtig.» Arthur Hascher bezeichnet sich als sozial engagierten Unternehmer.

«Sozial engagierter Unternehmer. Tönt gut, oder? Aber das bin ich auch.»

Er erklärt, dass er sich entschieden hat, in seinem Betrieb Jugendliche auszubilden, die andernorts wahrscheinlich keine Chance auf eine Lehrstelle hätten. Deshalb ist seine Garage als Verbundlehrbetrieb der Stiftung Quellenhof in Winterthur angeschlossen.

Gute Eigenschaften also, wenn man hinzunimmt, dass Arthur Hascher sich auch gerne in der Öffentlichkeit engagiert. Gibt es denn etwas, was andere an ihm stört? «Ich bin etwas ungeduldig. Meine Frau sagt aber, ich sei ruhiger geworden», sagt Hascher lachend.

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