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HC Thurgau Trainer Mair: «Die Mannschaft hat mehr Potenzial als letzte Saison»

Vor dem Start in die NLB-Eishockeymeisterschaft am Samstag um 17.30 Uhr daheim gegen den EHC Winterthur gibt sich Thurgaus Trainer Stephan Mair zuversichtlich. Er spricht von mehr Reife im Kader, sagt aber auch, dass der Aderlass Zeit kostet.
Matthias Hafen
HCT-Trainer Stephan Mair wünscht sich, dass sich die Spieler auch mal gegenseitig in den Hintern treten, wenn es der Mannschaft einmal nicht so gut laufen sollte. (Bild: Mario Gaccioli)

HCT-Trainer Stephan Mair wünscht sich, dass sich die Spieler auch mal gegenseitig in den Hintern treten, wenn es der Mannschaft einmal nicht so gut laufen sollte. (Bild: Mario Gaccioli)

Stephan Mair, was kann vom HC Thurgau in der neuen Saison erwartet werden?

Mein Gefühl sagt mir, dass die Mannschaft mehr Potenzial hat als jene der vergangenen Saison.

Damals resultierte mit Platz sechs das beste Qualifikationsergebnis seit 14 Jahren. Kommt’s jetzt noch besser?

Es würde mich freuen, wenn wir wieder eine so erfolgreiche Saison wie 2017/18 spielen würden. Mit zehn Abgängen – davon die kompletten beiden ersten Sturmlinien – kam es zu drastischen Änderungen im Kader.

Wie gut harmoniert das Team nach dem Aderlass?

Bislang gut. Auch in der Garderobe herrscht eine gute Stimmung. Ich wünsche mir, dass sich durch die neuen Spieler, die charakterlich einen reiferen Eindruck vermitteln, die Spieler mehr Selbstverantwortung übernehmen, sich gegenseitig mal in den Hintern treten, wenn es nicht rund läuft, und nicht nur der Trainer immer der Böse sein muss. Ich denke aber, gerade dank des internen Konkurrenzkampfs wird es vermehrt zu positiven Reibereien kommen, die die Spieler zu Höchstleistungen antreiben.

Woran muss die Mannschaft noch arbeiten?

An der Konstanz. Ich denke, dass uns die Neuverpflichtungen helfen, diesen Schritt zu machen. Wir haben bewusst nach Charakterköpfen gesucht. Durch die vielen Neuzugänge ergeben sich zwangsweise neue Optionen und das wirkt sich positiv auf die Rollenverteilung im Team aus. Etwa mit Franco Collenberg als Allrounder in der Verteidigung, Lars Frei als temporeichen Flügel oder mit dem Kämpfer Melvin Merola. Als ich vor zwei Jahren hier anfing, musste ich aus einem zusammengewürfelten Haufen auf die Schnelle ein Team formen. Heuer hat der HC Thurgau schon ein viel ausgeglicheneres Kader.

Schauen Sie deshalb so zuversichtlich auf die neue Saison?

Wenn man längerfristig Erfolg haben will, braucht es Konstanz auf mehreren Ebenen. Mir hilft es sehr, dass ich die Spieler schon gut kenne, die im Kader verblieben sind. Ich wusste genau, was für neue Typen wir brauchen. So verkraftet man auch den Abgang der zwei ersten Sturmlinien besser. Aber es braucht Zeit, bis die Zahnräder ineinandergreifen.

Und wer soll in dieser Saison die Tore schiessen?

Wir haben dafür in erster Linie die Amerikaner Kenny Ryan und Cody Wydo verpflichtet. Wenn ich mir Lars Frei ansehe, bin ich jedoch überzeugt, dass er mit seinem Speed und seinen technischen Fähigkeiten für uns produzieren wird. Melvin Merola hat ebenfalls die Schnelligkeit und den ansatzlosen Handgelenkschuss dazu. Ich erwarte von Michael Loosli, dass er den nächsten Schritt macht. Adam Rundqvist kann mit seinen Spielmacherqualitäten Akzente setzen. Von Fabio Hollenstein erwarte ich, dass er die Abpraller vor dem Tor verwertet, dorthin geht, wo es wehtut. Wir haben verschiedene Rollen, die die Stürmer erfüllen müssen. So wollen wir uns die Tore erarbeiten.

Im Gegenzug hat der HCT seine Abwehr verstärkt. War das ein bewusster Entscheid oder wurde aus der Not eine Tugend gemacht?

Wohl beides. Franco Collenberg soll uns Führungsqualität in die Mannschaft bringen. Er ist ein Allrounder, kann mehrere Rollen in der Defensive übernehmen. Joel Steinauer soll offensiv Akzente setzen, etwa mit dem öffnenden ersten Pass, aber auch einem jungen Verteidiger an seiner Seite Stabilität geben. Sami El Assaoui wiederum ist wichtig für unser Überzahlspiel.

Neu arbeitet der HC Thurgau mit NLA-Aufsteiger Rapperswil-Jona zusammen und nicht mehr mit dem HC Davos. Was ist dadurch besser geworden?

Wir wissen heute frühzeitig, welche Spieler wir zur Verfügung haben. Und wenn zum Beispiel ein Verteidiger und zwei Stürmer abgemacht wurden, dann stehen nicht plötzlich drei Verteidiger da. Es braucht da einfach eine ständige, offene Kommunikation zwischen den Sportchefs oder den beiden Trainern.

Stört es Sie nicht, jedes Jahr die besten Spieler ziehen lassen zu müssen?

Das ist das Los des HC Thurgau. Ich sehe das als persönliche Herausforderung, immer wieder neue Spieler so einzusetzen, dass ihre Stärken am besten zum Tragen kommen für das Team. Und ich habe ja wieder Spielermaterial. Es ist für mich ein Glücksfall, dass ich zum Beispiel einen Center wie Jan Vogel von Rapperswil-Jona bekommen habe. Denn Center sind generell schwierig zu bekommen. Jetzt haben wir Vogel, Kenny Ryan, Adam Rundqvist, Patrick Brändli und Alain Bahar, der ebenfalls Center spielen kann. Es ist also Material da.

Wie motiviert steigen Sie in die Saison 2018/19?

Mindestens so motiviert wie vor einem Jahr. Denn durch die neuen Charaktere im Team habe ich das Gefühl, dass meine Vorgaben mit mehr Ernsthaftigkeit und Beflissenheit umgesetzt werden.

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