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Am Frauenfelder Oktoberfest hat der Grösste das Kleinste

Murgspritzer XXL: Acht Schläge beim Fassanstich oder warum an einem Oktoberfest Politik fehl am Platz ist. Hauptdarsteller ist Stadtpräsident Anders Stokholm.
Mathias Frei
Die FDP am Oktoberfest – und nur der Stadtpräsident hat keine Mass in der Hand: Gemeinderätin Andrea Ferraro, Anders Stokholm, die Gemeinderäte Sandro Erné und Stefan Vontobel, Stefan Duewell, Ehemann von Gemeinderätin Ursula Duewell, die vor ihm steht, sowie die Gemeinderäte Claudio Bernold und Michael Lerch. (Bild: www.facebook.com/FDPFrauenfeld)

Die FDP am Oktoberfest – und nur der Stadtpräsident hat keine Mass in der Hand: Gemeinderätin Andrea Ferraro, Anders Stokholm, die Gemeinderäte Sandro Erné und Stefan Vontobel, Stefan Duewell, Ehemann von Gemeinderätin Ursula Duewell, die vor ihm steht, sowie die Gemeinderäte Claudio Bernold und Michael Lerch. (Bild: www.facebook.com/FDPFrauenfeld)

Ist das Ende nah? Was, wenn uns die Stadträte ausgehen? Wenn sich für die Stadtratswahlen im Februar nicht genügend Kandidatinnen und Kandidaten finden lassen? Versinkt Frauenfeld dann im Chaos? Oder dieser cheibe Tunnel. Sollen sie mal anfangen zu graben, liefere statt lafere, heinemol. Irgendwann ist das schwarze Loch dann schon genug gross für den ganzen Verkehr.

Das ist alles – sagen wir mal – suboptimal. Frauenfeld ging es auch schon besser.

Wenn dann noch ein Marktflecken im Mittelthurgau daherkommt und nach einem feuchten Traum Allmachtsphantasien ausleben und Stadt werden will.

Dann ist das Ende nah, ganz nah. Auf der Grossen Allmend nimmt die neue Elektro-Putzmaschine des Werkhofs bereits die Rossballen der Apokalyptischen Reiter zusammen. Und die Elektro-Batterie hat danach immer noch genug Saft, um am Samstagmorgen zwei Runden um das Oktoberfest zu drehen. Damit auch die letzten Trachtenträger sicher nach Hause kommen.

Veranstalter setzen Stokholm auf kleine Biere

Schlimmer geht’s nimmer, denkt man da. Doch. Es geht noch schlimmer. Auf Stadtpräsident Anders Stokholm konnte man bislang bauen. Aber nun bröckelt sogar dieser Fels in der Brandung der Murg. Acht Schläge brauchte er beim diesjährigen Fassanstich. A.C.H.T. Die Veranstalter freuten sich, acht Schläge bei der achten Oktoberfest-Ausgabe, ein guter PR-Gag – wenn es denn einer war. Ein Bild auf der FDP-Frauenfeld-Facebook-Seite spricht jedoch dafür, dass die acht Schläge so nicht geplant waren. Und die Strafe folgte auf dem Fusse. Die Veranstalter setzten den Stadtpräsidenten auf kleine Biere. Er ist ja sowieso schon gross genug. Asche auf mein Haupt für diesen Kalauer. Wegen Stokholms schlechter Performance wurde ihm keine einzige Mass ausgeschenkt. Das wünscht man dem ärgsten Feind nicht.

Rundherum trinken die Leute massvoll, aber das eigene Herrgöttli ist nach zwei Schlücken schon leer.

Auf dem Schnapsschuss, äh, Schnappschuss sieht man es genau. Die FDP hat sich am Oktoberfest getroffen. Mit Ausnahme von Fraktionspräsident Geuggis ist die gesamte Fraktion auf dem Bild – und überall Masskrüge. Nur der Stadtpräsident hat ein Straf-Chübeli vor sich stehen. Noch vor einem Jahr beim Fassanstich liess Stokholm nach einem Schlag das gelbe Gold sprudeln. Der Stapi ist schon genug lang im Geschäft, um zu wissen, wie Politik funktioniert. Macht man alles richtig, schreit kein Hahn danach. Aber ein Fehler, und der Shitstorm ist sicher. Doch Oktoberfest und Politik passen nicht zusammen. Darum: Gebt dem armen Stokholm um Himmels willen ein angemessen grosses Bier. Kann ja trotz allem nicht sein, dass der Grösste das Kleinste hat.

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