Kommentar

Der Gipfel für das Open Air Frauenfeld ist erreicht

Das diesjährige Open Air Frauenfeld geht als erfolgreichstes in die Geschichte ein. Das Ziel des Veranstalters muss also lauten, auf dem Berggipfel zu bleiben. Denn nicht jedes Jahr beschert ihm ein Rap-Superstar wie Eminem ein ausverkauftes Festival.

Samuel Koch
Drucken
Teilen
Samuel Koch, Redaktor Ressort Frauenfeld&Untersee. (Bild: PD)

Samuel Koch, Redaktor Ressort Frauenfeld&Untersee. (Bild: PD)

Das Open Air 2018 ist am Sonntag erfolgreich zu Ende gegangen. Was bleibt? – Für die zehntausenden Festivalbesucher sicher unvergessliche Erinnerungen. Für die Frauenfelder First Event AG als Organisator die Erkenntnis, dass sie den Gipfel des Berges erreicht hat. 180'000 Tickets verkaufte sie bereits im Januar, als viele sich noch mit Skiferien beschäftigten. Das Team um Verwaltungsratspräsident Wolfgang Sahli und Geschäftsführer René Götz jedoch arbeitet übers ganze Jahr minutiös am Erfolg, sitzt mit Behörden an einen Tisch und nimmt wie beim nicht mehr bewilligten Badeplatz an der Thur kleinere Rückschläge in Kauf.

Was nun? – Weiter aufsteigen lässt es sich vom Berggipfel aus nicht, vor allem unter den jetzigen Bedingungen auf der Grossen Allmend mit seinem Naturschutzgebiet. Dem Veranstalter muss also klar sein, dass am jetzigen Standort in Zukunft keine Steigerung mehr möglich sein wird. Sein Ziel muss also lauten, auf dem Berggipfel zu bleiben. Denn einen Coup wie mit US-Rapper Eminem lässt sich nicht jedes Jahr landen.

Open Air Frauenfeld schliesst mit einem Rekord ab

Das grösste Hip-Hop-Festival Europas ist Geschichte. Weil ausverkauft, tummelten sich täglich 50'000 Besucherinnen und Besucher auf der Grossen Allmend. Der Veranstalter vermeldet ein Rekordergebnis und bemüht sich, weiterhin attraktiv zu bleiben.
Samuel Koch