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Am Bildungszentrum für Technik Frauenfeld ist der Frontalunterricht passé

Mit dem Schulstart am Montag wurde am Bildungszentrum für Technik (BZT) in Frauenfeld erstmals das während einer Pilotphase von vier Jahren erarbeitete pädagogische Medienkonzept zur Digitalisierung im Unterricht voll umgesetzt.
Christof Lampart
Lernende der Elektronikklasse bringen sich selbstständig Kenntnisse der Programmierung bei. (Bild: Christof Lampart)

Lernende der Elektronikklasse bringen sich selbstständig Kenntnisse der Programmierung bei. (Bild: Christof Lampart)

Der Start verlief reibungslos, wie an einer Medienorientierung zu erfahren war. René Strasser, Rektor des Bildungszentrums für Technik, zog am Montagvormittag in der Schule sowohl über die vorangegangene vierjährige Pilotphase als auch über den nun erfolgten offiziellen Start eine positive Bilanz.

Man sei vielleicht nicht von Anfang an bei den Schnellsten gewesen, was die Anschaffung der neuesten technischen Geräte betreffe, aber man habe die vergangenen vier Jahre ganz bewusst und gezielt genutzt, um eine saubere Einbindung der Geräte in ein funktionierendes pädagogisches Medienkonzept zu realisieren.

Lehrer gezielt digital fit gemacht

Diese Sorgfalt, so Strasser, zahle sich nun aus. So gebe es heute keine Lehrpersonen mehr an der Schule, die das BYOD-Konzept (Bring your own device – Bring dein eigenes Gerät mit) nicht gewinnbringend im Unterricht anwenden können. Für Strasser eine Selbstverständlichkeit: Die Digitalisierung im Unterricht setzte voraus, dass auch die Lehrpersonen über eine ausgeprägte digitale Kompetenz verfügen.

«Es nützt niemanden etwas, wenn zwar jede Lehrkraft einen Laptop hat, ihn aber die meiste Zeit nicht im Unterricht gebraucht.» Deshalb habe die BZT in der vierjährigen Pilot- und Projektphase die schulinterne Weiterbildung konsequent diesem Thema gewidmet und sie werde auch in der Zukunft ein zentrales Element sein. Die Anwendung des Konzeptes BYOD ermöglicht es den Lernenden das Arbeiten mit ihren privaten mobilen Geräten wie Notebooks oder Smartphones. Den Lernpersonen ermöglicht es, neue Instrumente in den Unterricht einzubinden.

So können durch die Anwendung der neuen Medien im Unterricht beispielsweise alle Lehrpersonen und Lernenden jederzeit ihre Inhalte auf der Leinwand abbilden, sich in eigenen Chaträumen über Fragen, Probleme und Projekte ortsungebunden austauschen und –zum Beispiel bei kleinen Aufgaben – sich gegenseitig bewerten.

«Die Lernenden erleben keinen Frontalunterricht mehr», erklärte Roger Zuber, Hauptlehrer Elektronik. Vielmehr stelle er im Vorfeld des Unterrichts die Lernmaterialien zusammen und lege sie im Ordner ab, wo dann die Lernenden darauf zurückgreifen können. «Ich bin dann während des Unterrichts mehr Coach, als dass ich dann wirklich Wissensfragen beantworte», erklärte Roger Zuber.

IT-Kompetenz ganz klar verbessert

Kommt hinzu, dass mit dem Einsatz und Unterhalt der eigenen Geräte die Selbstständigkeit der Lernenden gefördert und den künftigen Arbeitnehmern ein sehr gutes IT-Know-how vermittelt wird.
Wie Dominik Spycher, Hauptlehrer Allgemeinbildung und berufliche Grundbildung am BZT, betonte, habe sich schon in den Pilotklassen gezeigt, dass «die Lernenden ihre IT-Kompetenz verbessert haben und dass kaum Support nötig war».

Auch Rektor René Strasser zeigte sich davon überzeugt, dass das BZT aktuell nun ganz vorne mitmische, wenn es darum gehe, den Berufsnachwuchs für die Anforderungen des modernen Berufslebens fit zu machen. «Wir können so die Unternehmen des Wirtschaftsstandortes Thurgau sowie auch gesamtschweizerisch mit gut ausgebildeten Lernenden unterstützen.»

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