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Der Frauenfelder Shaqiri hat noch was vor

Ein Namensvetter des Nati-Stürmers Xherdan spielt beim hiesigen Fussballclub. Der 19-Jährige aus Wil ist linker Verteidiger. Und nein, er ist nicht verwandt.
Stefan Hilzinger
Aridon Shaqiri spielt für den FC Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Aridon Shaqiri spielt für den FC Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Der linke Verteidiger beim FC Frauenfeld ist in der Thurgauer Kantonshauptstadt zur Welt gekommen. Aufgewachsen ist er in Wil. Und er trägt einen berühmten Namen: Aridon Shaqiri. Wie Xherdan, der Stürmer der Schweizer Nati, stammt auch seine Familie aus der Stadt Gjilan im Kosovo. «Nein, ich bin leider nicht mit Xherdan verwandt», sagt der 19-jährige Mechanikerlehrling. Eine Antwort, die er häufig geben muss. «Immer wenn jemand meinen Ausweis zu Gesicht bekommt, etwa wenn ich im Ausgang in einen Club will», sagt er. Neulich auch neben dem Rasen in Freienbach, wo Frauenfeld in der 2. Liga interregional antreten musste. «Sind Sie verwandt?», hätten Kinder wissen wollen. Die Spieler des FC Frauenfeld tragen zwar keine Namen auf ihren Trikots, doch auf dem Matchprogramm sind die Namen der Spieler aufgeführt. Auch dumme Sprüche hört er immer wieder. Shaqiri sagt dazu: «Ich spiele Fussball, weil ich das gern und mit Leidenschaft mache, und nicht weil ich Shaqiri heisse.»

Gjilan in Kosovo

Sein Vater begeisterte ihn für Fussball

Seit Anfang Jahr läuft er für den FC Frauenfeld auf. Zwölf Meisterschafsspiele hat er bestritten, zudem zwei Cup-Einsätze. Zuletzt auch den Elfmeter-Krimi in Biberist, der den Frauenfeldern den Einzug in die Hauptrunde sicherte. Zum Fussball kam Shaqiri über seinen Vater. Selbst ein begeisterter Fussballer, der sich in jungen Jahren heimlich davonschlich, um Bälle zu schlagen. Sohn Aridon geht seinem Sport ganz offiziell nach. Beim FC Wil startet er als Junior. Beim FC St. Gallen spielt er zwei Saisons im U18-Team, 2016/17 wechselt er wieder zum FC Wil in die U20-Mannschaft.

Auf der Kleinen Allmend die Physis stärken

Warum nun dieser Abstecher aus der Super- und Challenge-League-Sphäre nach Frauenfeld in die Tiefen der 2. Liga? «Ich muss an meiner Fitness arbeiten», sagt Shaqiri. Die Physis stärken. Die Kleine Allmend sieht er als Zwischenstation. Ein Manager kümmert sich im Hintergrund um das Organisatorische seiner Karriere, «damit ich mich auf den Fussball konzentrieren kann». Aus seinen Worten wird klar: Shaqiri hat noch etwas vor.

Die gleiche Rückennummer wie Valon Behrami

Er wirkt locker, als er für das Bild den Ball auf dem Finger zwirbeln lässt, obwohl er nun, nach Abschluss der Saison, noch die letzten Prüfungen für den Lehrabschluss zu bestehen hat. Es gefällt ihm, wie sich die Schweiz an der Fussball-WM in Russland schlägt. Nebst dem Namensvetter ist auch Valon Behrami eines seiner Vorbilder. Behrami trägt mit der 11 die gleich Rückennummer wie er.
Die Albano-Schweizer, manche im Kosovo oder Mazedonien geboren, oder wie Aridon Shaqiri als Secondos in der Schweiz zur Welt gekommen, bringen die Schweizer Nationalmannschaft sichtlich voran. «Das sind Vorbilder für mich. Sie pushed mich scho e chli», sagt der Frauenfelder Shaqiri und hofft auf den nächsten Karriereschritt.

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