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Der Final muss warten: Wie der HC Thurgau im letzten Spiel gegen La Chaux-de-Fonds unterging

Thurgaus erfolgreichste Saison seit 23 Jahren endet im Neuenburger Jura. Der HCT verliert das fünfte Halbfinalspiel gegen La Chaux-de-Fonds 1:6 und scheidet mit 1:4 Siegen aus dem Playoff aus.
Matthias Hafen/La Chaux-de-Fonds
La Chaux-de-Fonds jubelt und zieht in den Swiss-League-Final ein, für Thurgau ist die Saison zu Ende. (Bild: Alessandro Santarsiero/Sports-Media)

La Chaux-de-Fonds jubelt und zieht in den Swiss-League-Final ein, für Thurgau ist die Saison zu Ende. (Bild: Alessandro Santarsiero/Sports-Media)

Es war ein gleichermassen unwürdiges wie logisches Ende von Thurgaus erfolgreichster Saison seit 1996. Im fünften Halbfinalspiel gegen Qualifikationssieger La Chaux-de-Fonds kassierte der HCT mit 1:6 die höchste Niederlage im diesjährigen Playoff.

Nach elf hart umkämpften Spielen, 41 Dritteln und insgesamt 766 Playoff-Minuten in den vergangenen 26 Tagen war im Team von Trainer Stephan Mair die Luft draussen. Zwar versuchte der Aussenseiter vor 3872 Zuschauern in der Patinoire des Mélèzes nochmals alles, setzte den eigentlich verletzten Verteidiger Franco Collenberg ein, nahm den in letzter Sekunde wiedergenesenen Fabio Hollenstein in die Aufstellung und zeigte einmal mehr das Kämpferherz, mit dem diese Mannschaft Sympathien im ganzen Kanton, ja der ganzen Eis­hockey-Schweiz gewonnen hat.

Thurgau geht 1:0 in Führung

David Wildhaber brachte die Gäste in der zehnten Minute im Powerplay gar in Führung und nährte die Hoffnung auf eine Verlängerung der Saison. Doch ­keine drei Minuten später hatte La Chaux-de-Fonds ausgeglichen – ebenfalls in Überzahl. Der frühere NLA-Stürmer Alain Miévielle wurde vor dem HCT-Tor zu wenig konsequent weggeräumt und lenkte den Puck zum 1:1 ins Tor.

Wie schon am vergangenen Sonntag in der Weinfelder Güttingersreuti waren die Neuenburger einfach cleverer und frischer. Sie stellten im Gegensatz zu den Thurgauern immer einen oder zwei Spieler vor das gegnerische Tor, rissen die im Viertelfinal gegen Ajoie noch so kompakte HCT-Defensive Mal für Mal auseinander und hatten schlicht auch noch mehr Treibstoff im Tank. Vier relativ lockere Siege gegen die EVZ Academy in den Beinen sind eben ganz etwas ­anderes als sieben «Schlachten» gegen Ajoie.

Nach Spielschluss halten die mitgereisten Anhänger des HC Thurgau Transparente hoch mit der Aufschrift «Heldä - danke Jungs!». Die Spieler bedanken sich derweil für die Unterstützung während des Spiels und der ganzen Saison. (Bild: Matthias Hafen)

Nach Spielschluss halten die mitgereisten Anhänger des HC Thurgau Transparente hoch mit der Aufschrift «Heldä - danke Jungs!». Die Spieler bedanken sich derweil für die Unterstützung während des Spiels und der ganzen Saison. (Bild: Matthias Hafen)

Im Schlussdrittel brechen die Dämme

Als die Chaux-de-Fonniers zu Beginn des zweiten Drittels auch die zweite Thurgauer Strafe zu einem Tor nutzten, hatte der Wind gedreht. Zwar kam der unermüdliche Kämpfer Melvin Merola bei Spielmitte zu einer Riesenchance, ihm fehlte nach einem «Buebetrickli» aber die Kraft, um den Puck im Tor unterzubringen. ­Wenige Sekunden später traf La Chaux-de-Fonds’ Samuel Grezet zum 3:1 und entschied damit die Partie.

Im Schlussdrittel brachen dann die Dämme vollends. Innert 77 Sekunden erhöhte das Heimteam von 3:1 auf 6:1. Brett Cameron, Dominic Hobi und Daniel Carbis trafen wenige Sekunden nacheinander und ebneten damit den Weg in den Playoff-Final, wo entweder Olten oder Langenthal wartet. Janick Schwendener im Thurgauer Tor konnte einem leid tun, obwohl am Schluss auch er danebengriff. Das fünfte Halbfinalspiel war das berühmte eine zu viel für den HCT. Den guten Eindruck einer absolut erfolgreichen Saison konnte es aber höchstens bis zur Schlusssirene etwas trüben.

La Chaux-de-Fonds – Thurgau 6:1 (1:1, 2:0, 3:0)

Les Mélèzes – 3872 Zuschauer – SR Massy/Müller, Huguet/Wermeille.
Tore: 10. Wildhaber (Wydo, Michael Loosli/Ausschluss Kühni) 0:1. 12. Miéville (Coffman, Ahlström/Ausschluss Collenberg) 1:1. 25. Miéville (Cameron, Ahlström/Ausschluss Rundqvist) 2:1. 30. Grezet (Weder, Wetzel) 3:1. 45. (44:39) Cameron 4:1. 45. (44:52) Hobi (Bonnet, Miéville) 5:1. 46. (45:56) Carbis (Staiger, Coffman) 6:1.
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds, 8-mal 2 Minuten plus 2-mal 10 Minuten (Vogel, Seiler) gegen Thurgau.
La Chaux-de-Fonds: Wolf; Jaquet, Zubler; Kühni, Ahlström; Fontana, Büsser; Stämpfli, Lüthi; Carbis, Coffman, Staiger; Hasani, Tanner, Cameron; Weder, Wetzel, Grezet; Bonnet, Miéville, Hobi.
Thurgau: Schwendener; Seiler, Parati; Collenberg, El Assaoui; Wildhaber, Hänggi; Bahar; Michael Loosli, Ryan, Wydo; Janik Loosli, Rundqvist, Merola; Frei, Brändli, Fuhrer; Moser, Vogel, Hollenstein; Arnold.
Bemerkungen: La Chaux-de-Fonds ohne Augsburger (krank), Bays, Guebey, Wollgast (alle verletzt), Kiss, Dubois und Hoffman (alle überzählig). Thurgau ohne Steinauer, Engeler (beide verletzt), Zanzi und Rattaggi (beide überzählig). – 45:56 Time-out Thurgau.

Thurgauer helfen Rapperswil im Abstiegskampf

Nicht für alle HCT-Spieler endet die Saison 2018/19 gezwungenermassen mit der Halbfinalniederlage in La Chaux-de-Fonds. Im Sinne der Partnerschaft zwischen dem NLA-Club Rapperswil-Jona und dem HC Thurgau aus der Swiss League lösten die oberklassigen St.Galler vor dem Playoff-Start eine B-Lizenz für mehrere Spieler des HCT. So könnten in den nächsten Tagen oder Wochen Goalie Janick Schwendener, die Stürmer Michael Loosli, Melvin Merola und Lars Frei sowie Verteidiger Patrick Parati zu den Lakers stossen. Michael Loosli wechselt auf die nächste Saison ohnehin zum Team von Trainer Jeff Tomlinson. Ob und wann er im Abstiegskampf Bedarf für die Thurgauer Spieler hat, entscheidet der NLA-Letzte vom oberen Zürichsee. Auch für Stürmer Adam Rundqvist wurde eine B-Lizenz gelöst, allerdings von Ambri-Piotta, das bereits aus dem NLA-Playoff ausgeschieden ist. (mat)

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