Der erste Kunsthandwerksmarkt im Münchwiler Alfred-Sutter-Park soll nicht der letzte gewesen sein

Am Samstag und Sonntag haben 30 Aussteller ihr Kunsthandwerk vor der Villa Sutter gezeigt. Der Anlass lockte zahlreiche Besucher an.

Christoph Heer
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Zwei Besucherinnen halten am an einem Stand des Münchwiler Kunsthandwerksmarkts Eindrücke in Bildern fest.

Zwei Besucherinnen halten am an einem Stand des Münchwiler Kunsthandwerksmarkts Eindrücke in Bildern fest.

Bild: Christoph Heer

Das ist hervorragendes Zeitmanagement. Just zum Auftakt des ersten Kunsthandwerksmarkts der Villa Sutter am Samstagmorgen verziehen sich die dicken Schleierwolken und die Angst vor Regenschauern schwand ebenso von Minute zu Minute. Nichts wie los, auf einen Rundgang durch den prächtigen Alfred-Sutter-Park.

Schon am Morgen schlendern zahlreiche Besucher, welche von Wallenwil, Wil, Kirchberg oder Weinfelden angereist sind, durch den mit Marktständen gefüllten Park. Obwohl noch dick eingepackt, mit wärmenden Handschuhen und Kopfbedeckungen ausgestattet; die gute Laune steigt unaufhaltsam.

Verantwortlich dafür sind auch die 30 Aussteller. Sie scheinen vom Begriff des Morgenmuffels, weit weg zu sein. Lachend werden Neuankömmlinge begrüsst und eingeladen, am Kunsthandwerk teilzuhaben.

Die Vielfalt der ausgestellten Handwerksware ist riesig. Von Grusskarten über Stricksachen, von Sauerkrautsteinen über Seifen bis hin zu beleuchteten Schwemmholzkreationen. Wer sucht, der findet. Und schliesslich rückt das Weihnachtsfest schon wieder näher. Also höchste Zeit, sich um Geschenke zu kümmern.

Raku brennen einfach gemacht

«Es ist wie immer an einem solchen Markt. Kaum setzt sich eine erste Kundin zu mir, folgen andere ununterbrochen», sagt Hennakünstlerin Mona Tommasi. Gross war der Andrang stets auch beim Zelt von Bruno Gunterswiler aus St. Margarethen. Die Besucher durften sich einen Teller aussuchen, selber und nach eigenen Vorstellungen glasieren, ehe Bruno Gunterswiler das Objekt im Rakuofen gebrannt hat:

Bild: Christoph Heer

Nachdem der Teller abgekühlt war, hielt man ein hervorragendes Gefäss in den Händen. «Interessant ist Raku, weil die Interessierten ihren Teller selber gestalten können. Raku hat etwas archaisches, das fasziniert Jung und Alt», sagt der Fachmann.

Im Rakuofen können nebst unterschiedlichsten Gefässen auch dekorative Engel, Hühner, Eier und vieles mehr hergestellt werden. «Raku findet seinen Ursprung im 16. Jahr­hundert. Diese Technik wurde damals in Japan entwickelt», ­erklärt Bruno Gunterswiler, während er einen weiteren personifizierten Teller in den Ofen legt.

Wenige Marktstände weiter, also nach den Glastrinkröhrli, den Nassholz-Objekten, dem Salatbesteck und den Filzhüten, trifft man auf Linda Ludolini. Sie stellt nicht nur ihre Keramikkunst aus, sondern zeichnet auch für die Organisation verantwortlich. Sie sagt:

«Super, wie es schon am Samstagmorgen angelaufen ist.»

Die Grundidee komme daher, dass ­«dieser wunderbare Alfred-­Sutter-Park genau für solche Anlässe prädestiniert ist. Natürlich wird es unser Ziel sein, einen zweiten Kunsthandwerksmarkt durchzuführen», sagt die sympathische Künstlerin.

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