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Auf der Zürcherstrasse Ost in Frauenfeld: Der dritte Streifen

Ideen gab es schon länger. Nun gehen Stadt und Kanton die Planung für die Umgestaltung der Zürcherstrasse Ost an. Ein Mehrzweckstreifen in der Mitte soll für flüssigeren Verkehr und mehr Sicherheit sorgen.
Mathias Frei
Auf der Zürcherstrasse beim Thurgipark: Kantonsingenieur Andy Heller und Stadtingenieur Thomas Müller begutachten Pläne. (Bild: Andrea Stalder)

Auf der Zürcherstrasse beim Thurgipark: Kantonsingenieur Andy Heller und Stadtingenieur Thomas Müller begutachten Pläne. (Bild: Andrea Stalder)

Eine Strasse hat zwei Fahrbahnen, eine in die eine Richtung, eine in die andere Richtung. Grosse Strasse haben manchmal auch vier Streifen oder sogar sechs. Und dann gibt es in Frauenfeld die Zürcherstrasse Ost. 600 Meter zwischen Towerkreisel und Lindenspitz. Frühestens im Jahr 2020 bauen Stadt und Kanton diesen Strassenabschnitt um: Der dritte Streifen, der sogenannte Mehrzweckstreifen, kommt. Zudem werden auf der mittleren Fahrbahn insgesamt acht Bäume gesetzt.

«Wichtig ist, dass alle Verkehrsteilnehmer - also Autofahrer, ÖV, Velofahrer und auch Fussgänger - von der Umgestaltung der Strasse profitieren.»
(Thomas Müller, Stadtingenieur)

Derzeit stehen die Beteiligten in der Projektierungsphase. Weil der Nationalstrassen-Perimeter auf der Zürcherstrasse Ost bis zur Jumbo-Einfahrt reicht, hat auch der Bund ein Wörtchen mitzureden – zahlt aber dafür auch mit. Kantonsingenieur Andy Heller und Stadtingenieur Thomas Müller rechnen mit Investitionen von rund sechs Millionen Franken. Stadt, Kanton und Bund kommen je für einen Drittel der Kosten auf.

Täglich 24000 Fahrzeuge, aber weniger Unfälle

Lange Jahre war die Zürcherstrasse Ost die am stärksten befahrene Strasse im Kanton. Und früher war sie auch ein Unfallschwerpunkt. Mittlerweile ist die Zürcherstrasse von der Kantonstrasse zwischen Kreuzlingen und Bottighofen überholt worden. Die Unfälle sind weniger geworden. Gleichwohl rollen auch heute noch täglich 24000 Fahrzeuge über den Frauenfelder Asphalt.

Von der geplanten Strassenumgestaltung erhofft sich Stadtingenieur Müller in verschiedener Hinsicht Verbesserungen. «Wichtig ist, dass alle Verkehrsteilnehmer von diesen Massnahmen profitieren», erklärt er. Der Mehrzweckstreifen kann von beiden Fahrbahnen her benutzt werden, was kooperatives Fahrverhalten voraussetzt. Das soll bei Linksabbieger-Situationen für eine Verflüssigung des Verkehrs sorgen. Denn in Zukunft bildet sich kein Rückstau mehr, respektive Autos müssen nicht mehr auf den Velostreifen ausweichen, um einen Abbieger überholen zu können. Für Velofahrer bleiben auf beiden Seiten die 1,50 Meter breiten Velostreifen. Das Postauto bekommt auf Höhe Thurgipark auf beiden Seiten Fahrbahnhaltestellen. Das sorgt für einen stabileren Fahrplan. Denn das Postauto fährt nicht mehr rechts raus, damit Fahrgäste ein- oder aussteigen können, sondern bleibt auf der Fahrbahn stehen. Damit gibt es in der Rush-Hour keine Probleme, wenn das Fahrzeug wieder in den Verkehr einfädeln will. Diese Art einer Haltestelle hat sich etwa bei der Jugendmusikschule bewährt. Und nicht zuletzt wird es auch für Fussgänger besser: Nebst den bestehenden Fussgängerstreifen werden zwei neue Querungshilfen (also ohne Fussgängerstreifen) in Form von Inseln erstellt.

Genug Platz für zwei Lastwagen und ein Auto in der Mitte

Der Mehrzweckstreifen, der sich farblich abheben muss von den Aussenfahrbahnen, wird in der Breite der gesetzlichen Norm von 2,50 Metern entsprechen, wie Kantonsingenieur Heller erklärt. So ist genug Platz vorhanden für gleichzeitig zwei Lastwagen auf den Aussenfahrbahnen und ein Auto auf der mittleren Spur. Das Konzept des Mehrzweckstreifens ist für das kantonale Tiefbauamt nicht neu. In Bottighofen funktioniert die Fahrbahn in der Mitte gut. Auch in Frauenfeld hat die Idee schon eine längere Geschichte. Bereits im Ende 2009 eingereichten Agglomerationsprogramm fanden diese Massnahmen unter dem Stichwort Verkehrsverflüssigung Eingang. Stadt und Kanton erarbeiteten 2010 ein erstes Konzept. Mit dem Masterplan Entwicklungsschwerpunkt Langdorf trat die Massnahme auf der Zürcherstrasse Ost aber in den Hintergrund.

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