Der Biber besiedelt den Murg-Auen-Park in Frauenfeld

Unterhalb des Rossweihers am Murgwiesenkanal in Frauenfeld hat ein Biber einen Damm errichtet. Wenn's gar ein Pärchen ist, planscht im Mai möglicherweise der Nachwuchs im Wasser.

Stefan Hilzinger
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Der Biberdamm staut den Rossweiher.

Der Biberdamm staut den Rossweiher.

Bild: Stefan Hilzinger

Frauenfeld Meist gibt sich der Biber diskret. Doch zurzeit sind seine Spuren im Frauenfelder Murg-Auen-Park nicht zu übersehen. Am Auslauf des Mühlewiesenkanals unterhalb des Rossweihers hat er seit Jahresbeginn einen stattlichen Damm errichtet.

Es ist in jüngster Vergangenheit keine Seltenheit, dass der Biber im Murg-Auen-Park und entlang der Murg seine Spuren hinterlässt. «Wir entdeckten vor einigen Jahren schon einen Altbau», sagt Philip Taxböck, der Biber-Experte von Pro Natura Thurgau. Es sei erfreulich, dass das Tier sich im Zuge der Renaturierung der Murg wieder aktiver zeige. Der Damm diene dazu, das Wasser zu stauen und den Zugang zum eigentlichen Biberbau zu kaschieren. Den Bau erstellen Biber dann unter der Wasserlinie als Höhle in der Uferböschung.

Beim Werkhof musste der Kanton eine künstliche Wohnung bauen

Das schaffte vor sechs Jahren auf Höhe des Frauenfelder Werkhofs auch Probleme. Weil die Böschung wegen des Biberbaus abzurutschen drohte, errichtete das Thurgauer Amt für Umwelt daneben einen künstlichen Biberbau.

Ob nun am Rossweiher ein Einzeltier oder ein Pärchen am Werk ist, lässt sich laut Biber-Experte Taxböck nicht sagen. Jedenfalls steht bei den Bibern bald die Paarungszeit auf der Agenda. So könnte es durchaus sein, dass schon im Mai junge Biber im Weiher planschen.

Hinweis:
Sichtungen von Wildtieren/Spuren melden unter thurgau.wildenachbarn.ch.

Neue Wohnung für Kollege Biber

Am Murgufer in Frauenfeld sind die Bagger unterwegs. Der Biber hat einen Uferabschnitt unterhöhlt. Dieser natürliche Bau könnte eine Gefahr bedeuten. Familie Biber soll nun in den eben erstellten, künstlichen Neubau umziehen.
Natalie Ammann