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Zwei langjährige Aadorfer Gemeinderätinnen treten ab

Mit Cornelia Hasler und Sabina Peter Köstli verlassen Ende Monat zwei Langjährige den Aadorfer Gemeinderat. Der Politik bleiben die zwei Frauen aber noch eine ganze Weile erhalten.
Olaf Kühne
Noch bis Ende Monat eine ihrer politischen Wirkungsstätten: Cornelia Hasler und Sabina Peter Köstli auf der Treppe des Aadorfer Gemeindehauses. (Bild: Olaf Kühne)

Noch bis Ende Monat eine ihrer politischen Wirkungsstätten: Cornelia Hasler und Sabina Peter Köstli auf der Treppe des Aadorfer Gemeindehauses. (Bild: Olaf Kühne)

Der Zeitpunkt stimme einfach, sagen Cornelia Hasler und Sabina Peter Köstli übereinstimmend. Ende Monat verlassen die beiden Frauen den Aadorfer Gemeinderat – Cornelia Hasler nach neun Jahren, Sabina Peter Köstli gar nach 15 Jahren.

Beide blicken nicht nur auf eine langjährige Amtszeit zurück, sondern auch auf diverse erfolgreich umgesetzte Projekte. Naturgemäss sind diejenigen aus Cornelia Haslers Ressort augenscheinlicher. Sie verantwortete «Kultur, Freizeit und Sport» – und so fiel in ihre Amtszeit das Generationenprojekt «Aadorfer Sport- und Freizeitanlagen». Der Neubau von Sporthalle und Fussball-Clubhaus sowie die Sanierung von Hallen- und Freibad wurde für die Gemeinderätin zu einem politischen Lehrstück. «Ich war frisch im Amt, als das erste Sporthalleprojekt an der Urne gerade abgelehnt wurde», blickt sie zurück. «Das zwang uns zu einer Auslegeordnung.» 2013 wurde dann eine überarbeitete und um die Bädersanierungen erweiterte Vorlage sehr deutlich gutgeheissen.

Abstimmung 2013, Abschluss 2018

Für Cornelia Hasler folgte jahrelange Projektarbeit, bis schliesslich vergangenes Jahr die letzte Etappe der Freibadsanierung abgeschlossen werden konnte. «Neuzuzüger loben unser hervorragendes Sport- und Freizeitangebot», freut sie sich.

Sabina Peter Köstlis Arbeit steht weniger prominent in der Landschaft. Immerhin eines ihrer früheren Projekte steht aber doch gleich beim Ortseingang: der Skaterpark. Mit ihrem Ressort «Gesellschaft und Gesundheit» zeichnete sie indes vorwiegend für weniger spektakuläre, wenn auch sicher nicht weniger relevante Themen verantwortlich: Aufbau der familienergänzenden Kinderbetreuung mit Mittagstisch, Kindertagesstätte, Tagesschule und Tagesfamilienverein, Jugendtreff.

Und am anderen Ende des Altersspektrums: 2017 konnte Sabina Peter Köstli die bereits bestehende Anlaufstelle «Drehscheibe Alter» in das eigens neu geschaffene Amt «Gesellschaft und Gesundheit» integrieren und so der zunehmend wichtigeren Altersthematik mehr Gehör verschaffen.

«National zu politisieren reizt mich sehr, zeitlich passt es auch.»

Nun verabschieden sich Sabina Peter Köstli und Cornelia Hasler also aus dem Aadorfer Gemeinderat. Den nächsten politischen Schritt haben sie indes bereits vor drei Jahren gemacht.

Mit unterschiedlichen Vorzeichen in die Wahlen

2016 wurden beide in den Kantonsrat gewählt. Peter Köstli für die CVP, Hasler für die FDP. Und bereits ist die nächste Stufe angedacht: Beide kandidieren im Herbst für den Nationalrat, wenn auch mit unterschiedlichen Vorzeichen. «Mir ist es ernst mit meiner Kandidatur», sagt Sabina Peter Köstli. «National zu politisieren, reizt mich sehr, und zeitlich würde es auch passen.»

«Auf der Frauenliste der FDP bin ich wohl eher eine Stimmenbeschafferin.»

Cornelia Hasler hingegen gesteht freimütig: «Ich kandidiere auf der FDP-Frauenliste, das macht mich wohl eher zur Stimmenbeschafferin.» Sie sehe das Ganze vielmehr als eine Art Vorwahlkampf für die Kantonsratswahlen, welche kurz darauf anstehen.

Zudem engagiere sie sich als Leiterin in Hansjörg Brunners Wahlkampfteam. Gehe es doch für den Wallenwiler FDP-Nationalrat um seine erste Wiederwahl.

Vorerst geht es aber für beide noch darum, ihre Gemeinderatsämter zu übergeben. Wurden doch im Februar mit Monika Roost und Patrick Schneider ihre Nachfolger gewählt. «Meinen Schlüssel zum Gemeindehaus habe ich aber noch», sagt Cornelia Hasler und lacht.

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