«Den anderen Thurgau in Bern vertreten»

Laut, sichtbar und mit klaren Positionen. Die Thurgauer Sozialdemokraten
steigen mit Parteipräsidentin Nina Schläfli in den Wahlkampf um einen Sitz im Ständerat.

Kurt Peter
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SP Schweiz-Präsident Christian Levrat und Nationalrätin Edith Graf-Litscher mit Ständeratskandidatin Nina Schläfli (Mitte). (Bild: Kurt Peter)

SP Schweiz-Präsident Christian Levrat und Nationalrätin Edith Graf-Litscher mit Ständeratskandidatin Nina Schläfli (Mitte). (Bild: Kurt Peter)

Das Motto sei klar: «Der andere Thurgau muss in Bern vertreten sein». Die SP Thurgau nominierte am Samstag im Seemuseum Nina Schläfli als Ständeratskandidatin. «Wir haben uns klar dafür entschieden, dieses Jahr mit einer Kandidatur anzutreten», erklärte Nationalrätin Edith Graf-Litscher. Für die SP sei es klar gewesen, dass eine starke Persönlichkeit, die auch auf der Nationalratsliste stehe, sein müsse.

«Es war kein einfacher Entscheid, es war ein langer Prozess», meinte Nina Schläfli. Im Wahlkampf werde sie die Positionen der Sozialdemokraten der Bevölkerung näher bringen und klar machen, «was es nur mit der SP gibt». Bezahlbare Wohnungen, bezahlbare Krankenkassenprämien, offene Politik, griffige Massnahmen gegen den Klimawandel sowie einen Staat für alle.

Einen zweiten Wahlgang erzwingen

«Es geht um gerechte und nachhaltige Politik, es geht darum, unsere Positionen im Kanton darzulegen und dazu bietet der Wahlkampf eine einmalige Gelegenheit». Schläfli hat das Ziel, «zumindest den zweiten Wahlgang zu erzwingen». Einstimmig und ohne Enthaltung nominierten die anwesenden Genossen ihre Kantonalpräsidentin als Ständeratskandidatin.

Edith Graf-Litscher ging noch auf mögliche Listenverbindungen für die Nationalratswahlen ein. «Es gab intensive Überlegungen, rot-grün zu stärken.» Für die SP stehe deshalb eine Listenverbindung mit den Grünen klar im Vordergrund. Es gelte alles daran zu setzen, dass diese Listenverbindung zu Stande komme. Es habe auch Gespräche mit der CVP gegeben, «die aber verzichtet». Noch im Gespräch sei eine Dreierverbindung mit den Grünen und den Grünliberalen. «Es ist noch nichts entschieden, wir informieren die Partei aber laufend», sagte sie abschliessend.

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