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Dem Thurgau ist ein neuer Exkursionsführer der Reihe "Wege durch die Wasserwelt" gewidmet

Nun gibt es auch für die Ostschweiz drei Exkursionsführer «Wege durch die Wasserwelt». Einer nimmt Interessierte mit entlang der Thur von Warth nach Frauenfeld.
Sebastian Keller
Der Murg-Auen-Park in Frauenfeld ist im neuen Exkursionsführer "Wege durch die Wasserwelt" des Hydrologischen Atlasses der Schweiz zu finden. (Bild: Reto Martin)

Der Murg-Auen-Park in Frauenfeld ist im neuen Exkursionsführer "Wege durch die Wasserwelt" des Hydrologischen Atlasses der Schweiz zu finden. (Bild: Reto Martin)

Die Ostschweiz war ein weisser Fleck. Für diesen Landesteil gab es bisher keinen Exkursionsführer aus dem Programm «Wege durch die Wasserwelt» des Hydrologischen Atlasses der Schweiz (Hades). Dieser weisse Fleck wurde nun beseitigt. Im Frauenfelder Murg-Auen-Park haben Autoren der handlichen Büchlein die drei Ostschweizer Ausgaben (siehe Kasten) vorgestellt.

Die Ostschweizer Wassertwel

Neben des Exkursionsführers «Revitalisierung Thur» wurden zwei weitere für die Ostschweiz produziert. Der eine trägt den Titel «Landschaften Schwägalp», die Route führt von der Alp am Fusse des Säntis nach Urnäsch. Dabei erfährt man einiges über die Moorlandschaft Schwägalp, über die Geologie und Vergletscherung. Autor Martin Gassner verspricht eine aussergewöhnliche Begegnung. «Wenn man Glück hat, kann man an der Urnäsch eine Wasseramsel beobachten.» Dabei handele es sich um den einzigen Singvogel, der schwimmt und taucht. Das dritte Büchlein trägt den Titel «Alpenrhein und Bodensee», er führt von Walzenhausen nach Hard (A). (seb.)

Die Exkursionsführer können für zwölf Franken pro Stück unter www.hydrologischeratlas.ch bestellt werden.

Felix Hauser, Co-Projektleiter des Hades, sagte, wozu sie dienen: «Wir wollen Wissen und Erlebnisse für die Öffentlichkeit schaffen.» Die Exkursionsführer behandeln aktuelle und regionstypische Themen rund ums Wasser. Die Wegführung wird beschrieben. Es gibt thematische Karten, Diagramme, Fotos, erklärende Texte. Die Exkursionen richten sich an Einzelpersonen und kleine Gruppen. «Wir wollen damit hydrologische Fakten vermitteln, aber auch das Verständnis für hydrologische Prozesse fördern», sagte Hauser.

Die Folgen der 1. Thurkorrektion

Der Exkursionsführer 8.1 nimmt Interessierte mit auf eine Erkundung durch den Thurgau. Sein Titel: «Revitalisierung Thur». Die Route beginnt in Warth und führt nach Frauenfeld. Eine der Autorin dieses Werkes ist Katharina Edmaier vom Bundesamt für Umwelt (Bafu). Sie sagte an der Präsentation: «Wir wollen die Geschichte des Wasserbaus erzählen.» So soll aufzeigt werden, was die menschlichen Eingriffe für das Ökosystem bedeuten. Ein Kapitel erzählt die Auswirkungen der 1. Thurkorrektion, die 1893 abgeschlossen war. So liest man etwa, dass diese für das Ökosystem weitreichende Folgen hatte. Ein Artensterben etwa. Im Zuge der Begradigungen verschwanden auch viele Auenwälder. «Diese sind Hotspots der Biodiversität», sagte Edmaier.

Doch das Buch ist kein Klagelied über Fehlleistungen vergangener Generationen. Es trägt nüchtern, leicht verständlich Entwicklungen und Fakten zusammen. Es zeigt auch, was die 2. Thurkorrektion oder die Revitalisierung der Murg bei Frauenfeld brachte. «Gerade die Revitalisierung in Frauenfeld ist ein gutes Beispiel», sagte die Bafu-Mitarbeiterin. Im Exkursionsführer ist zu lesen, welchen Arten man – mit etwas Glück – begegnen kann. So beispielsweise dem Eisvogel im «Biberäuli». «Um den Biber zu sehen, muss man wohl sehr früh aufstehen.» Doch die Spuren des Nagers seien bestimmt sichtbar.

Revitalisierungen stehen an

Die Gewässer beschäftigen auch die Politik. Dies sagte Regierungsrätin Carmen Haag in ihrer Kurzansprache. «Der Kanton plant, in den nächsten 20 Jahren 47 Kilometer zu revitalisieren.» Wohl nicht ohne Widerstand. «Derzeit arbeiten wir an einem Hochwasserschutzkonzept fürs Thurtal.» Dieses ginge einher mit Revitalisierungen. Der Thurgau ist nicht der einzige Kanton, auf den Arbeit wartet. Schweizweit sollen bis 2090 rund 4000 Kilometer revitalisiert werden.

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