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Dem Frauenfelder Stadtrat drängt beim Neubau des Hallenbads die Zeit

Der Stadtrat legt dem Gemeinderat einen Planungskredit über 700'000 Franken für den Neubau des Hallenbads vor. Wegen des sanierungsbedürftigen Hallendachs soll das Stimmvolk für den Baukredit bereits nächsten Mai an die Urnen treten.
Samuel Koch
Die Sicht auf den ebenerdigen Haupteingang des neuen Hallenbads mit Blick von Osten her. (Bild: Architekten Koller, Kintat, Bienert/PD)

Die Sicht auf den ebenerdigen Haupteingang des neuen Hallenbads mit Blick von Osten her. (Bild: Architekten Koller, Kintat, Bienert/PD)

Es geht Schlag auf Schlag. Erst im März präsentierte die Stadt das Siegerprojekt «Tag am Meer» und stellte der Öffentlichkeit in der Konvikthalle nach erfolgreichem Architekturwettbewerb zur geplanten Hallenbadsanierung die 70 eingereichten Projekte vor.

Rund zwei Monate später ersucht der Stadtrat den Gemeinderat um die Genehmigung eines Planungskredits in Höhe von 700'000 Franken. Voraussichtlich soll das Stadtparlament noch vor den Sommerferien, also an seiner Sitzung vom 26. Juni, über diesen Kredit entscheiden.

Weshalb der Stadtrat aufs Gaspedal drückt, ist offensichtlich. Das in den 70er-Jahren erbaute Hallenbad ist sanierungsbedürftig. Die Erneuerung des Hallendachs ist dringend notwendig, spätestens ab 2020 genügt es den statischen Anforderungen nicht mehr. So schreibt der Stadtrat in der nun vorliegenden Botschaft:

«Aufgrund des dringlichen Handlungsbedarfs sowie der in jüngster Zeit stark angestiegenen Reparatur-Anfälligkeit sollen die Planungsarbeiten für den Neubau des Hallenbads wie geplant zügig vorangetrieben werden.»

Deshalb schlägt der Stadtrat bis zur Vorlage des Baukredits einen straffen Zeitplan vor, der am Abstimmungssonntag vom 17. Mai 2020 mit einem Volksentscheid sein politisches Finale finden soll.

Energiebedarf mit Anschluss an Wärmering reduzieren

Das nun vorliegende vertiefte Vorprojekt «plus», das bis maximal Ende 2019 dauern soll, sieht zunächst die Bildung eines Planungsteams vor. Die Gesamtleitung dafür liegt beim aus dem Wettbewerb siegreich hervorgegangenen Architektenteam Koller, Kintat, Bienert aus Baden und Zürich, «in enger Zusammenarbeit respektive Kontrolle der Stadt».

Für die Spezialbereiche wie Bädertechnik, Energie oder Statik sollen ausgewiesene Experten zu Rate gezogen werden. «Um den zukünftigen Energiebedarf gegenüber heute markant reduzieren zu können, wird ein zukunftsgerichtetes Energie-Konzept unter Einbezug der Infrastruktur des Frauenfelder Fernwärmenetzes vertieft abgeklärt und erstellt», heisst es in der Botschaft zum Planungskredit.

Straffer Zeitplan bis zur Volksabstimmung

Die Planungsarbeiten rund um den Neubau des Hallenbads sollen laut Botschaft «aufgrund des dringlichen Handlungsbedarfs sowie der in jüngster Zeit stark angestiegenen Reparatur-Anfälligkeit» zügig vorangetrieben werden. Denn das Hallendach ist sanierungsbedürftig und genügt ab 2020 den statischen Anforderungen nicht mehr.

So sieht der Stadtrat in seinem straffen Zeitplan vor, dass das Stimmvolk am Abstimmungssonntag vom 17. Mai 2020 über den Baukredit in Höhe von 33 Millionen Franken (mit Kostengenauigkeit von +/- 15 Prozent) befinden soll. Weil die Zeit drängt, soll ab Juli bis Ende November die Ausarbeitung des vertieften Vorprojektes laufen.

Danach erarbeitet das Amt für Freizeitanlagen und Sport die Botschaft, die vom Stadtrat in zwei Lesungen bis Ende Januar 2020 beschlossen und noch im Februar von der Geschäftsprüfungskommission beraten werden soll. Sie stellen einen Antrag zuhanden des Gemeinderates, der im März entscheiden soll, ehe das Stimmvolk das letzte Wort hat. (sko)

Damit das Hallenbad an den Wärmering angeschlossen werden kann, hiess der Gemeinderat bereits Ende März einen Baukredit von rund 940'000 Franken gut. Ausserdem sollen die zukünftigen Betriebskosten des Hallenbads auf der Basis des Projektes möglichst genau ermittelt werden.

Parallel laufen weitere Abklärungen

Nebst der Optimierung und Weiterbearbeitung des architektonischen Entwurfs müssen auf Basis des Projekts «Tag am Meer» unter anderem folgende Themen abklärt werden: geologische Gutachten, Schafstoffuntersuchungen, Altlasten und Entsorgungen, Vordimensionierung der Statik, Ausführung und technische Lösungen der Bädertechnik, Heizungs-, Lüftungs- und Kältetechnik, Energiekonzept, Schnittstellen zum Freibad, Gastrokonzept sowie Hochwasserschutz. In der nun vorliegenden Botschaft zum Planungskredit heisst es:

«Nur so ist es möglich, eine Botschaft zu erarbeiten, welche von der Qualität und der Kostengenauigkeit den Ansprüchen genügt.»

Nach einer Analyse und einer Machbarkeitsstudie entschied sich der Stadtrat vor einem Jahr für einen Neubau des Hallenbads für Kosten in Höhe von rund 33 Millionen Franken am jetzigen Standort. Dieser Meinung folgte auch der Gemeinderat und bewilligte die Durchführung des Architekturwettbewerbs.

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