Delegiertenversammlung
Auf Sabina Peter Köstli folgt vorerst kein neuer Kopf an der Spitze der Hinterthurgauer Mitte

Die CVP des Bezirks Münchwilen gab sich am Montagabend im Kloster Fischingen einen neuen Namen und nennt sich nun Mitte Bezirk Münchwilen. Was hingegen fehlt, ist eine neue Vorsitzende oder ein neuer Vorsitzender.

Christof Lampart
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Die scheidende Bezirksparteipräsidentin Sabina Peter Köstli leitet zum letzten Mal eine Delegiertenversammlung der Hinterthurgauer Mitte.

Die scheidende Bezirksparteipräsidentin Sabina Peter Köstli leitet zum letzten Mal eine Delegiertenversammlung der Hinterthurgauer Mitte.

Bild: Christof Lampart

18 Delegierte fanden am Montagabend den Weg in den Kapitelsaal des Benediktinerklosters, um das zu tun, was die CVP schon auf nationaler und kantonaler Ebene getan hatte: die Statuten und damit auch den Namen ändern. Zwar gaben einige kleinere Punkte bei der Statutenrevision zu reden, doch in der Hauptfrage nach dem neuen Namen – er lautet «Mitte Bezirk Münchwilen» – trafen die Delegierten mit 17 Ja bei einer Stimmenthaltung eine klare Entscheidung.

Imhof übernimmt administrative Aufgaben

Über ein ähnliches Resultat wären die Delegierten bei der Wahl einer neuen Präsidentin beziehungsweise eines neuen Präsidenten froh gewesen. Jedoch konnte die nach nur einem Jahr aus dem Amt scheidende Vorsitzende, Sabina Peter Köstli, weder eine Frau noch einen Mann präsentieren, der ihr auf den Posten als Bezirksvorsitzende nachfolgt.

Kilian Imhof übernimmt vorerst die administrative Leitung der Hinterthurgauer Mitte.

Kilian Imhof übernimmt vorerst die administrative Leitung der Hinterthurgauer Mitte.

Bild: PD

Dass sie – wie bei anderen Parteien oder Vereinen üblich, wenn sich niemand für eine Nachfolge aufdrängt –, noch ein Übergangsjahr anhängt, ist jedoch ausgeschlossen, tritt doch die kommunal und kantonal erfahrene Politikerin aus Aadorf bereits in wenigen Tagen, nämlich am 1. Oktober, ihr neues Amt als Gemeindepräsidentin von Hüttwilen an. Und da die Gemeinde im Seebachtal nun einmal im Bezirk Frauenfeld liegt, war ihr Ausscheiden unausweichlich. Der Vizepräsident der Mitte Bezirk Münchwilen, Kantonsrat Kilian Imhof, Balterswil, machte deutlich, dass er das Amt nicht anstrebt, vorerst jedoch die administrativen Aufgaben für die Bezirkspartei übernehmen wird.

Umstritten, am Ende aber deutlich

Isabelle Denzler ist als Ersatzrichterin nominiert.

Isabelle Denzler ist als Ersatzrichterin nominiert.

Bild: Andrea Stalder

Während bei diesen Traktanden alles unaufgeregt vonstattenging, war dies bei einem anderen Geschäft womöglich anders. Als es nämlich darum ging, einen Ersatz für das Bezirksgericht Münchwilen zu nominieren, musste nicht nur die einzige Kandidatin für das Amt, die Eschlikoner Vize-Gemeindepräsidentin Isabelle Denzler, den Saal während der Diskussion verlassen, sondern auch der Schreibende. Dass dies nicht einfach ein formeller Akt gewesen sein dürfte, sondern ein gewisser Gesprächsbedarf vorhanden gewesen sein muss, zeigte sich unter anderem daran, dass über zehn Minuten laut und intensiv diskutiert wurde. Und auch die Nomination fiel mit 15 Ja bei 1 Nein und 1 Enthaltung zwar deutlich, aber nicht einstimmig aus.

Die Nomination Denzler hängt ebenfalls mit Sabina Peter Köstlis Wegzug aus dem Bezirk zusammen. War Peter Köstli doch bis anhin auch als Bezirksrichterin tätig. An ihrer Stelle wird nun voraussichtlich am kommenden Sonntag, als einzige Kandidatin, die bisherige Ersatzrichterin Simone Ender-Truniger gewählt, wodurch dann für dieses Amt eine Ersatzwahl erforderlich wird.

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