David Lang und drei Sängerkollegen kommen mit Sagen aus dem Mostblock nach Frauenfeld und Steckborn

In neun Kompositionen von David Lang werden Sagen aus der Ostschweiz lust- und reizvoll von vier feinen Männerstimmen zu Gehör gebracht. Das Konzertprogramm begeistert mit 60 Minuten weltweit zum ersten Mal erklingender Musik.

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Während einer Gesangsprobe: Chasper Mani, Michel Savoy, Reto Hofstetter und David Lang. (Bild: PD)

Während einer Gesangsprobe: Chasper Mani, Michel Savoy, Reto Hofstetter und David Lang. (Bild: PD)

(pd) Die stimmungsvollen Sagen aus der bewegten Vergangenheit der Ostschweiz werden lebendig durch die überall im Raum verteilt singenden Männer: Countertenor Simon Savoy, eine Kapazität aus der Romandie, Reto Hofstetter, bekannt von der Operette Sirnach, Chasper Mani, bekannt als Rübenbauer Jack aus dem Musical «RunggleBuur» und David Lang, Musiker, Komponist und Initiator der Konzertreihe. Die Welt der Sagen bleibt spannend bis zum Schluss, denn während die Besucherinnen und Besucher lauschen und lachen, klatschen und mitleiden, wird live eine Sage gesponnen, deren Hauptfiguren sie selber sind. 

«Männergesang - Sagen aus dem Mostblock» vereint zum dritten Mal vier erfolgreiche, charakterstarke Männerstimmen zu einer harmonischen Einheit. Auf die Programmidee kam David Lang durch sein Interesse an der Identität seiner Heimatregion. «Ich beschäftige mich schon länger intensiv mit meiner Herkunft und mit meiner Muttersprache. Die Welt der Sagen wirft ein eigenes Licht auf die Ostschweiz. Sagen erzählen von historisch verbürgten Orten und Geschehnissen und lassen trotzdem Freiraum für Übersinnliches und Übergeordnetes», beschreibt der Komponist und Sänger seinen neusten Wurf.

Inspiration aus Bibliothek und Google

Seine Informationen holte er sich ganz old school unter anderem in der Kantonsbibliothek in Frauenfeld. «Ich war Gast in der Kantonsbibliothek, und ich war Gast bei Google. Beide waren sehr kooperativ», schmunzelt Lang und ergänzt: «Es gibt viele Sagen in unserer Region, kleine und grosse. Dabei sind die kleinen manchmal geeigneter für eine dramatische Verarbeitung durch Musik.»

Es gehe ihm aber auch um gute Unterhaltung und spannende und zugängliche Chormusik mit dem gewissen Etwas. Man kennt nichts anderes vom unermüdlich kreativ tätigen Thurgauer. Seine Kompositionen überraschen mit unvorhersehbaren Wendungen, lassen die Menschen schmunzeln und lachen, erzählen mit viel Liebe von den Menschen und ihren Unzulänglichkeiten.

Aufführungen
8. November: Frauenfeld, Kirche St. Johann Kurzdorf, 19.30 Uhr; 9. November: Steckborn, Katholische Kirche, 19.30 Uhr, 10. November; Stein am Rhein, Kirche Burg, 19 Uhr, Reservation unter: www.davidlang.ch