Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Datenalarm bei den Blaulichtorganisationen

Hacker stellen Meldungen an Sanitäter und Feuerwehrleute ins Internet. Auch Thurgau Blaulichtorganisationen sind betroffen.
Silvan Meile
Im Einsatz: Rettungssanitäter des Kantonsspitals Thurgau. (Bild: Donato Caspari)

Im Einsatz: Rettungssanitäter des Kantonsspitals Thurgau. (Bild: Donato Caspari)

Sanität und Feuerwehr haben ein Problem. Die Einsatz-Alarmierungen an ihre Rettungskräfte können von Hackern mitgelesen werden, wie der «Beobachter» am Mittwoch publik machte. Denn das schweizweit eingesetzte Pager-System funktioniere unverschlüsselt. Dadurch konnten Betreiber einer Webseite diese sensiblen Daten abfangen. Noch bis vor Kurzem seien Internetbenutzer mit einer einfachen Google-Abfrage auf eine Internetseite gestossen, auf der die Pager-Meldungen dieser Blaulichtorganisationen mit Einsatzort und Adresse veröffentlicht wurden – ob Suizid, Überdosis oder eine bewusstlose Person im Treppenhaus.

Harry Huber, Leiter der Sanitätsnotrufzentrale 144 des Kantons Thurgau, hat vom Problem erfahren, wie er auf Anfrage sagt. Er weiss auch, dass «Schutz und Rettung Zürich» rechtliche Schritte gegen die Betreiber der Webseite prüft, welche unterdessen nicht mehr online ist. Für Huber ist klar, dass in böswilliger Absicht gehandelt wurde. Auch Pager-Meldungen aus dem Thurgau fanden so den Weg an die Internet-Öffentlichkeit. Huber gibt aber teilweise Entwarnung: «Wir schreiben bei solchen Pager-Alarmierungen der Einsatzkräfte in der Regel keine Namen.» Weitere Informationen würden die Mitarbeiter über ein in die Rettungsfahrzeuge eingebautes Kommunikationssystem erhalten.

Der Vorteil der Pager-Meldungen sei aber die Erreichbarkeit ausserhalb der Fahrzeuge. Diese sei weit besser als bei Handys. «Wir erreichen unsere Leute so auch in Tiefgaragen oder durch dicke Mauern, wo Handys keinen Empfang mehr haben.» Das Problem mit den Hackern beziehungsweise dem Einbau einer wirkungsvollen Verschlüsselung müsse auf schweizweiter Ebene gelöst werden. Denn überall werde das gleiche Pager-System eingesetzt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.