Glosse
Dasselbe Trauerspiel vor jeder Wahl: Kandidatenplakate am Hinterthurgauer Wegesrand

Südsicht auf unsägliche Wahlplakate und ein freundliches Sturmtief.

Olaf Kühne
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Olaf Kühne

Olaf Kühne

(Bild: Peter Pfistner)

Danke, Petra, gut gemacht! Zwar hast Du Dir lange Zeit gelassen. Aber als Sturmtief sitzt Du am längeren Hebel. Deshalb wollen wir uns nicht beschweren.

Fast auf den Tag genau vor vier Jahren haben wir uns an dieser Stelle beklagt. Aber so richtig. Beklagt darüber, dass sechs Wochen vor den Kantonsratswahlen der hinterletzte Strassenrand im Hinterthurgau zugepflastert ist mit diesen unsäglichen Wahlplakaten.

Leider haben wir erfolglos gejammert. Seit vergangenem Wochenende begegnet uns allerorten wieder dasselbe Trauerspiel. Hübsche und weniger hübsche Gesichter, die nichts, aber auch gar nichts zu sagen haben – ausser: Wählt mich!

Dass heuer die Parteien ihre Kantonsratswahlplakate just eine Woche vor den Bezirkswahlen aufhängen, macht die Sache gar noch mühseliger.

Immerhin sind wir nicht mehr der sprichwörtliche einsame Rufer in der Wüste. Petra, unser Sturmtief, hat uns erhört und gründlich durchgefegt. Leider hängen immer noch mehr als genug Plakate rum. Der Anblick von Petras Werk war dennoch wohltuend.

Hätten wir’s gemacht, wär’s glaubs Vandalismus. Aber Petra ist ein Sturmtief, die darf das. Deshalb nochmals: Danke!