Das Wängemer Vereinshaus erstrahlt in neuem Glanz

Das renovierte Vereinshaus der Katholischen Kirchgemeinde Wängi-Matzingen und Stettfurt ist eingeweiht. Die Arbeiten erstreckten sich über zehn Monate und kosteten 1,5 Millionen Franken.

Maya Heizmann
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Seelsorgerin Gabi Suhner segnet das frisch renovierte Wängemer Vereinshaus.

Seelsorgerin Gabi Suhner segnet das frisch renovierte Wängemer Vereinshaus.

Bild: Maya Heizmann

«Die Ziele des Umbaus sind erreicht worden und das Resultat ist sehr gut geworden» , sagte Brigitte Del-Prete Präsidentin der katholischen Kirchenvorsteherschaft Wängi-Matzingen und Stettfurt am Sonntag bei der Einweihung der sanierten Räumlichkeiten. Das Haus solle in Zukunft ein Ort der Begegnungen und der Gemeinschaft sein, sagte sie. Eine lebendige Kirche bedeute mehr als ein Gottesdienst.

Gabi Suhner Seelsorgerin und Gemeindeleiterin freute sich darüber, das Vereinshaus mit den Gästen zu segnen. Gemeindepräsident Thomas Goldinger sprach den einheimischen Vereinen für ihre Veranstaltungen eine Vergütung zu.

Enge Platzverhältnisse im Vereinshaus

Bauverantwortlicher Beat Krähemann hielt Rückblick auf die Geschichte des Vereinshauses. Die 121 Jahre seit dem Bau seien nicht spurlos am Gebäude vorbeigegangen, sagte er. «Die Platzverhältnisse waren immer ungenügend.» Etliche Anbauten vergrösserten das Gebäude nach und nach. Die neue umfassende Sanierung erstreckte sich über zehn Monate und kostete 1,5 Millionen Franken.

Insgesamt 30 Firmen mit 129 Personen waren am Umbau beteiligt. 100'070 Arbeitsstunden wurden geleistet. Unter der Bauführung von Andi Helbling und Michael Heer wurde eine neue ökologische Heizung mit einer Wärmepumpe und drei Erdsonden eingebaut. Auf dem Dach sorgt eine Fotovoltaikanlage für Strom, der mehr als den ganzen Energieverbrauch des Vereinshauses abdeckt. Die Decke des Saals und der Boden wurden erneuert und die Akustik verbessert. Andi Helbling erklärte:

«Für uns Architekten war das Erscheinungsbild des Raumes wichtig.»

Die ganze Technik wurde möglichst unsichtbar gemacht. Die warmen Farbtöne sollten in Zukunft zum Wohlbefinden beitragen.

Sichtbare Kunst am Bau ist nun in einer Glasvitrine zu bewundern. Ein Stück der ehemaligen Säule, die mitten im Vereinshaus die Sicht verdeckte, aber das Dach des Gebäudes abgestützt hatte, ist für die Nachwelt als Zeitzeuge des ursprünglichen Baus erhalten geblieben.

Ebenso ausgestellt sind zwei Stickmuster aus Papier, die als Fundamente für die gewichtigen Schiffli-Stickereien dienten. Sie sind auf den 15. September 1888 datiert und zeugen vom einstigen Schaffen der Stickerei. Aufbewahrt waren die Stickmuster im Keller des Vereinshauses.