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Das Thurgauer Kantonsparlament tagt weiterhin am Mittwoch

Ein Vorstoss für einen ratsfreien Mittwoch findet im Grossen Rat keine Mehrheit. Regierungsrat und Ratsbüro argumentierten, der Mittwochstermin sei bestens eingepasst in andere Abläufe.
Thomas Wunderlin
Marina Bruggmann (SP, Salmsach) setzte sich für einen ratsfreien Mittwoch ein. (Bild: Reto Martin)

Marina Bruggmann (SP, Salmsach) setzte sich für einen ratsfreien Mittwoch ein. (Bild: Reto Martin)

Seit 1991 hält das Thurgauer Kantonsparlament seine Sitzungen alle zwei Wochen an einem Mittwochvormittag ab, abgesehen von den Schulferien. Dabei wird es bleiben. Der Rat verwarf eine Motion mit 79 Nein zu 27 Ja, die eine «bessere Vereinbarkeit von Politik und Familie» forderte.

Das Problem: Etwa vier Mal im Jahr gehen die Ratssitzungen – wie diese Woche – am Nachmittag weiter. Auch Kommissionssitzungen werden auf Mittwochnachmittag angesetzt.

«Wer von Ihnen hat schon einmal eine Betreuung für ein Mittagessen organisiert?», fragte Katrin Bétrisey (GP, Kesswil). «Es gibt fast keinen Mittagstisch am Mittwoch, weil damit gerechnet wird, dass die Mütter zu Hause sind.»

Verweis auf Durchschnittsalter

Die Mit-Motionärin Marina Bruggmann (SP, Salmsach) verwies auf das Durchschnittsalter 56 des Grossen Rats und kommentierte: «Junge Eltern fehlen.» Wenn die Regierung sage, bei einer Umstellung sei kein Vorteil erkennbar, ist das laut Gina Rüetschi (GP, Frauenfeld) «ziemlich ignorant gegenüber den gesellschaftlichen Bedürfnissen». Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei wichtig, sagte Lucas Orellano (GLP, Frauenfeld): «Leider zeigt sich, dass es keinen valablen Ersatz für den Mittwoch gibt.»

Tatsächlich hielten sich Motionäre zurück bei der Frage, welcher Wochentag denn besser wäre. In diesem Punkt waren sie sich offensichtlich nicht einig. Regierungsrat und Ratsbüro argumentierten, der Mittwochstermin sei bestens eingepasst in andere Abläufe.

«Warum etwas ändern, das funktioniert, das sogar sehr gut funktioniert», fand Urs Schär (SVP, Eggethof). Für Roland A. Huber (BDP, Frauenfeld) stellte sich die Frage, «ob unser Rat tatsächlich eine völlig andere Zusammensetzung erhielte» im Falle eines anderen Sitzungstages.

Sabine Peter Köstli (CVP, Ettenhausen) schlug vor, im Ergänzungsbau des Regierungsgebäudes eine Kindertagesstätte einzurichten für Kinder von Kantonsräten und Mitarbeitern der Kantonsverwaltung. (wu)

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