Das sagen die Frauenfelder zur Open-Air-Absage: «Die Partystimmung rund um den Bahnhof fehlt»

Dieses Jahr fällt Europas grösstes Hip-Hop-Festival aus. Schuld daran ist die Coronapandemie. Eine Strassenumfrage am Bahnhof Frauenfeld zeigt: Das Bedauern über die Absage ist gross.

Amina Mvidie
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Eine Impression des Open Air Frauenfeld 2019: Der US-Rapper Future auf der Hauptbühne.

Eine Impression des Open Air Frauenfeld 2019: Der US-Rapper Future auf der Hauptbühne.

(Bild: Andrea Stalder)

Svenja Bartusch, 21, Steckborn

(Bild: Amina Mvidie)

«Normalerweise höre ich die Musik des OAF von zu Hause aus, das wird dieses Wochenende leider nicht der Fall sein. Obwohl ich selbst noch nie dort war, werde ich es vermissen. Denn Musik verbindet, bringt Menschen zusammen und lässt neue Freundschaften entstehen. Nächstes Jahr will ich unbedingt selbst mal gehen. Ich denke, dass ein Open Air sehr vielfältig ist und viel Spass macht.»

Andrea Sanna, 42, Frauenfeld

(Bild: Amina Mvidie)

«Vermissen werde ich das OAF nicht. Ich bin noch ans ‹Out In The Green› gegangen, aber das ist Jahre her. Wäre ich 20, würde die Situation vermutlich anders aussehen, dann würde ich es wahrscheinlich vermissen. Ich bin zwar noch nicht so lange wohnhaft in Frauenfeld, doch das Chaos kann am Festivalwochenende schon sehr extrem sein. Trotzdem finde ich das OAF eine coole Sache.»

Marco Rossetti, 20, Eschenz

(Bild: Amina Mvidie)

«Leider war ich bis anhin noch nie am Hip-Hop-Festival auf der Grossen Allmend. Aus diesem Grund kann ich auch nicht wirklich beurteilen, ob es mir dieses Jahr fehlt. Um das herauszufinden, müsste ich zuerst selbst einmal an ein Open Air gehen. Wegen der Coronapandemie ist es dieses Jahr sicher nicht ideal, meinen Vorsatz in die Tat umzusetzen, vielleicht ergibt sich 2021 eine Gelegenheit.»

Lisa Hanhart, 22, Frauenfeld

(Bild: Amina Mvidie)

«Die Acts vermisse ich nicht, da am OAF nicht meine Musik gespielt wird. Doch die ausgelassene Partystimmung rund um den Bahnhof wird mir ganz bestimmt fehlen. Obwohl mich das Line-up meist nicht überzeugt, habe ich mir schon jedes Jahr ein Ticket gekauft. Nicht für die ganzen vier Tage, aber für einen oder zwei. Man hat schliesslich nicht alle Tage ein Festival direkt vor seiner Haustür.»

Mirco Eichenberger, 35, Steckborn

(Bild: Amina Mvidie)

«Da ich nicht mehr ans Open Air Frauenfeld (OAF) gehe, vermisse ich es dieses Jahr nicht. Früher wäre das anders gewesen, da ging ich selbst öfters. Mittlerweile gefällt mir auch die Musik nicht mehr so gut. Trotzdem stört es mich nicht. Schliesslich ist es toll für junge Menschen, so ein Festival in der Nähe zu haben. Das sehe ich auch bei den Kindern meiner Schwester, die bald in diesem Alter sind.»

Huber Ruf, 73, Frauenfeld

(Bild: Amina Mvidie)

«Ich finde es schade, dass das Open Air dieses Jahr nicht stattfinden kann. Denn die vielen jungen Leute, die normalerweise um diese Zeit in Frauenfeld sind, machen die Stadt etwas interessanter und bunter. Es ist immer erfreulich, zu sehen, wie sich das Einkaufszentrum Passage am Open-Air-Wochenende mit Leben fühlt. Daher werde ich das Festival schon ein wenig vermissen.»