Das Playoff-Fieber steigt beim HC Thurgau

Der HC Thurgau nutzt die spielfreie Woche, um sich akribisch aufs Playoff vorzubereiten. «Es gab einen Moment, in der bei uns die Luft draussen war», sagt Trainer Stephan Mair. «Doch die Intensität ist wieder da.»

Matthias Hafen
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Trainer Stephan Mair begrüsst die spielfreie Woche und die beiden Auswärtsspiele des HC Thurgau zum Abschluss der Qualifikation. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 20. Januar 2019)

Trainer Stephan Mair begrüsst die spielfreie Woche und die beiden Auswärtsspiele des HC Thurgau zum Abschluss der Qualifikation. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 20. Januar 2019)

Drei Wochen muss der HC Thurgau warten, bis er in der Güttingersreuti den nächsten Gegner empfangen kann. Und wer am Sonntag, 24. Februar, im ersten Playoff-Heimspiel zu Gast sein wird, ist noch völlig offen. Kommende Woche spielt der HCT am Dienstag noch in Winterthur und am Sonntag in Visp. «Ich bin froh, dass wir die letzten zwei Partien der Regular Season auswärts bestreiten», sagt Headcoach Stephan Mair. «Wir starten ja auch auswärts ins Playoff.» Das wird am Freitag, 22. Februar, der Fall sein.

An Thurgaus siebtem Platz wird sich bis zur Best-of-seven-Serie in den Viertelfinals nichts mehr ändern. Deshalb kann Mair den Fokus im Training schon jetzt voll aufs Playoff legen. Der 51-jährige Südtiroler, der den HCT zum dritten Mal in Folge souverän ins Playoff geführt hat, will unter anderem ein schlagkräftigeres Powerplay seiner Mannschaft sehen. «Wir trainieren explizit das Spiel in Überzahl und Unterzahl», sagt Mair. Es gehe aber auch darum, die Strukturen zu verinnerlichen, die sich die Mannschaft seit dem Saisonstart Mitte September aufgebaut habe. «In den Spielen gegen Langenthal und Ajoie war bei uns für einen Moment die Luft draussen», sagt Mair. Mittlerweile sei die Intensität aber zurück.

Leihspieler zurück bei Rapperswil-Jona

Die vergangenen Spiele nutzte Thurgaus Trainer auch, um verschiedene Aufstellungen zu testen. «Wir haben mit teils ganz unterschiedlichen Reihen Spiele gewonnen», sagt Mair. «Diese Erkenntnis ist für mich sehr wichtig.» Auch, dass nebst Stammgoalie Janick Schwendener Back-up Nicola Aeberhard starke Spiele abgeliefert habe, stimme ihn positiv. «Wir müssen im Playoff auf vieles gefasst sein. Und ich denke, wir sind es.»

Für diese spielfreie Woche reisten die Leihspieler von Rapperswil-Jona mit Ausnahme von Fabio Hollenstein wieder zum NLA-Club zurück. Welche der Rapperswiler Spieler Thurgau fürs Playoff wieder zur Verfügung stehen werden, hängt auch von den Bedürfnissen der abstiegsgefährdeten St. Galler ab. Es wird mitentscheidend sein, wie stark sich der HCT vor den Viertelfinals um Spieler anderer Teams bemüht, die es nicht ins Playoff schaffen.

Entwarnung bei Cody Wydo

Die Verletzung von Thurgaus Topskorer Cody Wydo ist angeblich nicht gravierend. Trainer Stephan Mair erwartet den Amerikaner Ende Woche zurück im Training. «Natürlich ist es suboptimal, dass uns Cody diese Woche fehlt», sagt der Südtiroler. «Doch zum Glück ist es nichts Schlimmes.» Von der Verpflichtung eines dritten Ausländers sehe man in diesem Fall vorerst ab, so Mair. «Der Markt gibt nicht viel her.» Dennoch halte der HCT die Fühler für den Fall der Fälle ausgestreckt. (mat)

Doppelschlag rettet dem HC Thurgau die drei Punkte

Der HC Thurgau gewinnt das Heimspiel gegen die EVZ Academy 2:1. Der grosse Aufwand der Ostschweizer zahlt sich im Schlussdrittel aus, als zwei Tore innert 28 Sekunden von Joel Steinauer und Kenny Ryan die Wende herbeiführen. Ein Fragezeichen steht hinter dem Gesundheitszustand von Topskorer Cody Wydo.
Matthias Hafen