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Steckborn kann einen neuen Fussballplatz bauen

Dank einer Landschenkung kann die Stadt Steckborn nach 45 Jahren Wartezeit einen neuen Fussballplatz bauen. In nächster Zeit will sie für 20'000 Franken eine Machbarkeitsstudie durchführen.
David Grob
Steckborns Stadtpräsident Roger Forrer zeigt in Richtung des Standortes für den neuen Fussballplatz. (Bild: David Grob)

Steckborns Stadtpräsident Roger Forrer zeigt in Richtung des Standortes für den neuen Fussballplatz. (Bild: David Grob)

Die Überraschung ist Roger Forrer, Stadtpräsident von Steckborn, geglückt. Am 75-Jahr-Jubiläum des FC Steckborns liess er Juniorenobmann Willi Weber eine E-Mail vorlesen. In dieser stand, dass Margrit Füllemann der Stadt das Land für einen neuen Fussballplatz schenkt. Die erwartete Reaktion des Publikums: tosender Applaus. «Die Überraschung war natürlich gross», sagt Weber, wird der neue Sportplatz in Steckborn doch seit rund 45 Jahren erwartet. Der FC Steckborn kann aktuell nur mit Spezialbewilligung des Fussballverbandes auf dem jetzigen Fussballplatz spielen. Der Platz ist zu klein und entspricht nicht der Normgrösse.

Ohne Überbauung kein Sportplatz

Die Geschichte des neuen Sportplatzes ist eng verknüpft mit der Geschichte der Überbauung auf dem Scheitingerareal, einem Politikum, welches die Gemeinde Steckborn bereits seit sechs Jahren bewegt. Seit 2012 plant eine Erbengemeinschaft, eine Überbauung mit sieben Mehrfamilienhäusern bei der Scheitinger Kurve am Ortseingang oberhalb Steckborns zu bauen. Die Schenkung des Landes für den Sportplatz durch Margrit Füllemann, einem Mitglied der Erbengemeinschaft, war dabei stets an die Realisierung der Überbauung geknüpft. Ohne Überbauung also kein Sportplatz. Gegen die geplante Überbauung regte sich aber kurz nach Bekanntgabe der Pläne Widerstand aus Nachbarschaft. Eine Petition und eine Bürgerinitiative verhinderten das Projekt. Das Bauvorhaben wurde zweimal abgelehnt, ein neuer Gestaltungsplan ist momentan beim Kanton Thurgau hängig. Damit wurde auch der Bau eines neuen Sportplatzes um Jahre verzögert. Nun hat Füllemann die Koppelung an die Überbauung aufgehoben und sich zur Landschenkung entschlossen. Auf Anfrage wollte sie jedoch keine Auskunft über die Gründe geben.

Möglicher Landtausch steht im Raum

Das Land für den Fussballplatz liegt oberhalb Steckborns, knapp 200 Meter entfernt vom heutigen Fussballplatz. «Konkrete Pläne existieren noch nicht, nur Ideen», erklärt Roger Forrer. Das Land reiche sicher für einen Fussballplatz und einen kleinen Trainingsplatz, auf dem auch Junioren ihre Spiele austragen könnten. «Im Raum steht auch ein möglicher Landtausch», sagt Forrer. Damit wäre ein Strassenanschluss mit zusätzlichen Parkplätzen einfacher zu realisieren, sagt er.

Finanziert werden könnte der Bau des neuen Sportplatzes etwa über eine Quersubventionierung. «Der Erlös durch den Verkauf des alten Fussballplatzes würde in die Finanzierung des neuen fliessen», sagt Forrer. Verschiedene Vereine finden sich nun bald in einer Kommission ein, um erste Ideen in konkretere Pläne umzuwandeln. Ausserdem soll in nächster Zeit eine Machbarkeitsstudie für 20'000 Franken durchgeführt werden.

Der Sportplatz beschäftigte schon Forrers Vorgänger

Damit wird ein neues Kapitel in einer langjährigen Geschichte geschrieben. Denn ein neuer Fussballplatz wird in Steckborn bereits seit rund 45 Jahren gefordert. Roger Forrer schmunzelt und sagt: «Schon anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums sagte mein Vorgänger in seiner Rede, dass bereits seit 20 Jahren ein neuer Platz gefordert werde.»

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