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Das katholische Pfarrhaus in Aadorf erhält einen Pavillon

Die Versammlung der katholischen Kirchgemeinde Aadorf-Tänikon genehmigte am Montagabend 2,5 Millionen Franken für den Umbau des katholischen Pfarrhauses und den Neubau eines Pavillons.
Kurt Lichtensteiger
Das katholische Pfarrhaus im alten Aadorfer Dorfkern. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Das katholische Pfarrhaus im alten Aadorfer Dorfkern. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Angesichts der Kredithöhe verlangte einer der 76 anwesenden Stimmberechtigten eine geheime Abstimmung, wofür ein Viertel Ja-Stimmen nötig gewesen wäre. Doch weil nur 16 Ja zusammenkamen, wurde offen abgestimmt. Schliesslich genehmigten 62 Kirchbürger den Kredit über 2,5 Millionen Franken.

Dieser ist bestimmt für den Einbau von drei 4-Zimmer-Wohnungen in das bestehende Pfarrhaus, das sich in einer Ortsbildpflegezone befindet und dem Volumenschutz unterliegt. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Franken. Dazu kommen die Sanierung der zwei Garagen für 45000 Franken, die «Ohnehin-Kosten» für die Stützmauer von 78000 Franken und der Neubau eines Pavillons für rund 800000 Franken. Dieser eingeschossige Bau auf dem westseitig gelegenen Pflanzgarten ermöglicht eine wünschbare Trennung von der kirchlichen Nutzung und der privaten des Pfarrhauses.

Bruno Gerig, Präsident der Kirchenvorsteherschaft, betonte, dass mit der angestrebten Lösung eine langfristige Perspektive im Auge behalten worden sei.

Karin Ammann und Daniela Specker wurden für ihr Engagement in der Kirchenvorsteherschaft geehrt.

Karin Ammann und Daniela Specker wurden für ihr Engagement in der Kirchenvorsteherschaft geehrt.

So ganz ohne kritische Fragen kam das Gesamtpaket dennoch nicht davon. Etwa dahingehend, das bestehende Pfarreizentrum den heutigen Bedürfnissen anzupassen, was Bruno Gerig allerdings als suboptimale Lösung bezeichnete. Die jährlichen Mietzinseinnahmen von 74000 Franken aus dem Pfarrhaus, beeinträchtigt vom Glockengeläute zweier Kirchen, wurden angezweifelt. Ebenso die mit 1,5 Prozent gerechneten Hypothekar-Zinskosten, die längerfristig nach oben zeigen würden.

Die Kirchenvorsteherschaft sei sich dessen bewusst, dass ihre Kernkompetenz zwar nicht in der Verwaltung von Liegenschaften liege. Sollten jedoch die Steuereinnahmen der juristischen Personen einst wegbrechen, so sei man auf diese Einnahmen angewiesen.
Finanzchef Hans-Peter Lorenz versicherte, dass nicht nur eine Steuerfusserhöhung unnötig sei, sondern auch die Abschreibungen und Zinskosten ohne Probleme mit dem Mietertrag finanziert werden können.

Generell Einstimmigkeit herrschte bei den 76 Anwesenden – wohl zufällig genau gleichviel wie an der Infoversammlung acht Tage zuvor – zur Rechnung 2018. Der Ertragsüberschuss von 43600 Franken wird fast vollständig für zusätzliche Abschreibungen auf das Pfarreisäli in Tänikon verwendet. Das Budget 2019 sieht bei einem Aufwand von 1,44 Millionen einen kleinen Überschuss von 25000 Franken vor.

Pfarrer Daniel Bachmann orientierte über das Strategieseminar des Pfarreirates. Das Gemeinschaftsleben, die Jugendarbeit und Familienbetreuung standen dort im Fokus. Dabei musste er offen lassen, wann die beiden Pfarreiräte St. Alexander und St. Bernhard dereinst fusionieren werden. Einigen verdienten Mitarbeitenden wurde für ihre Dienstfertigkeit in der Pfarrei gedankt, ehe sich die Pfarreiangehörigen zu einem Apéro in Foyer einfanden.

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