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Das Kandidatenfeld der SVP Thurgau lichtet sich

Nun auch Monika Knill: Die SVP-Regierungsrätin kandidiert nicht für den Ständerat. Jakob Stark, Verena Herzog und Markus Hausammann prüfen diese Option weiterhin. Linksgrün plant den Angriff.
Sebastian Keller
Ein dekorierter Tisch an der Delegiertenversammlung der SVP Thurgau in Oberwangen. (Bild: Andrea Stalder)

Ein dekorierter Tisch an der Delegiertenversammlung der SVP Thurgau in Oberwangen. (Bild: Andrea Stalder)

Am Mittwoch Peter Spuhler, am Freitag Diana Gutjahr, am Dienstag Monika Knill: Das Kandidatenfeld für die Nachfolge des Thurgauer SVP-Ständerats Roland Eberle lichtet sich. Auch wenn SVP-Regierungsrätin Knill in einer Mitteilung schreibt, sie habe «eine mögliche Ständeratskandidatur ernsthaft geprüft». Aus verschiedenen Gründen sei sie zum Schluss gekommen, auf eine solche zu verzichten. «Ich bin sehr motiviert und möchte mich weiterhin für unseren Kanton und seine Bevölkerung engagieren und Entwicklungen aktiv mitgestalten», schreibt Knill, die seit zehn Jahren dem Departement für Erziehung und Kultur vorsteht.

Monika Knill. (Bild: Donato Caspari)

Monika Knill. (Bild: Donato Caspari)

Die Regierungsratstätigkeit sei für sie immer noch eine Herzensangelegenheit, weshalb ihr der Entscheid, auf eine Kandidatur zu verzichten, nicht schwergefallen sei. Doch für die Zukunft hält sie sich die 46-Jährige den Weg nach Bern offen: «Ich schliesse nicht aus, in späteren Jahren eine allfällige Kandidatur in Erwägung zu ziehen, sollte diese Frage wieder aktuell werden.»

Klar ist erst, wer nicht kandidiert

Damit ist vorerst klar, wer nicht kandidiert. Zu einer Kandidatur hat sich noch niemand namentlich bekannt. Regierungsrat Jakob Stark, Nationalrätin Verena Herzog und Nationalrat Markus Hausammann prüfen eine solche derzeit noch. Das bestätigen alle auf Anfrage. Stark verweist auf «wichtige Besprechungen und Abklärungen in der Partei».

Auszuschliessen sind auch andere Namen nicht: Die SVP-Fraktion im Grossen Rat zählt 44 Mitglieder. Wie Parteipräsident Ruedi Zbinden sagt, werden gegen Ende Oktober Entscheide gefällt. Die offizielle Nomination findet am 19. Februar statt. Den Delegierten soll dannzumal eine Auswahl geboten werden. So das Ziel des Parteipräsidenten.

SP und Grüne wollen Kandidaturen lancieren

Eine Auswahl wollen auch andere bieten – allerdings nicht in der Lesart der SVP. Kurt Egger, Präsident der Grünen, sagt: «Wir haben die Absicht, mit einer Kandidatur zu kommen.» Die «andere Stimme des Thurgaus» soll sich auf dem Wahlzettel wiederfinden. Derzeit werde eine Person gesucht, «die will». Auch für Egger ist klar: Der wählerstärksten Partei im Kanton den Sitz abzujagen, ist eine Herkulesaufgabe.

Auch die SP hat bereits bekräftigt, eine Kandidatur lancieren zu wollen. Sitzt Nationalrätin Edith Graf-Litscher in den Startlöchern? Sie nahm bereits zwei Anläufe. Derzeit weilt sie in den Ferien. Auch die FDP liebäugelt mit einer Ständeratskandidatur - die Frage ist, ob sie bereits 2019 oder erst 2023 ins Rennen steigt. Auch die Grünliberalen prüfen eine Kandidatur. Das sagt Ueli Fisch, Chef der GLP/BDP-Fraktion im Grossen Rat. «Es ist ja keine Eile angesagt, wir besprechen das in den nächsten Wochen.» Keine Kandidatur ist von der EVP zu erwarten. Gewiss ist derzeit nur: CVP-Ständerätin Brigitte Häberli tritt im nächsten Jahr wieder an.

Vorerst verharren die Parteien in der Lauerstellung, bis die SVP Namen nennt. Der Wahlkampf ist noch lang, er erfordert die Ausdauer eines Langstreckenläufers. Gewählt wird in einem Jahr: am 20. Oktober 2019.

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