Das ist nicht Frauenfelds erster Denkmalsturz, sondern Sündarellas Züglete mit Schuhgrösse 500

Die Bronzeplastik von Brigitte Schneider und Susan Kopp hat einen neuen Platz bekommen: vor dem Huber-Altbau an der Promenade. Denn auf dem Kiesplatz hinter dem Schlosspark finden bis Ende August Veranstaltungen statt.

Mathias Frei
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Christof Stillhard von der Stadt und Künstlerin Brigitte Schneider platzieren den ersten der beiden Schuhe am neuen Standort.

Christof Stillhard von der Stadt und Künstlerin Brigitte Schneider platzieren den ersten der beiden Schuhe am neuen Standort.

(Bild: Mathias Frei)

Nein, das ist nicht der erste Denkmalsturz der Kantonshauptstadt. Vielmehr zieht die zweiteilige patinierte Bronzeplastik Sündarella – eine Leihgabe der beiden Mittelthurgauer Künstlerinnen Susan Kopp und Brigitte Schneider – vom idyllisch an der Murg gelegenen Kiesplatz hinter dem Schlosspark vor den Huber-Altbau an der Promenade um. Seit Dienstagnachmittag stehen die beiden übergrossen High-Heels nun gewissermassen im Zentrum der Macht, nämlich zwischen Regierungsgebäude und Rathaus, wo früher auch der Hauptsitz der «Thurgauer Zeitung» war.

Oktober 2019: Enthüllung der riesigen Bronzeplastik Sündarella von Brigitte Schneider und Susan Kopp.

Oktober 2019: Enthüllung der riesigen Bronzeplastik Sündarella von Brigitte Schneider und Susan Kopp.

(Bild: Andrea Stalder)

Grund für den Umzug ist die Veranstaltungsreihe «Beachhouse @ Schlosspark», die nach dem letztjährigen Erfolg auch heuer wieder hinter dem Schlosspark über die Bühne geht – dieses Jahr vom 4.Juli bis 29.August. Die beiden Bronze-Stöckelschuhe, die je eine knappe Tonne wiegen und 2,7Meter hoch sind, wurden erst vergangenen Oktober gleichenorts platziert. Nun sind die Schuhe, die laut Künstlerin Brigitte Schneider etwa einer Schuhgrösse 500 entsprechen, mithilfe eines Kranlastwagens der Frauenfelder Werkbetriebe an den neuen Standort gezügelt worden. Wie Christof Stillhard, Kulturbeauftragter der Stadt, sagt, sei es durchaus möglich, dass die Sündarella-Plastik dauerhaft an der Promenade bleibt. Bildhauerin Brigitte Schneider meint:

«Hauptsache: Frauenfeld hat weiterhin seine Schuhe.»