Das Frauenfelder Hallenbad öffnet am Montag wieder, aber nur für Vereinssport –  Die Bevölkerung muss derweil auf weitere Lockerungsmassnahmen am 8.Juni hoffen 

Die Frauenfelder Sportanlagen öffnen zwar am Montag grossteils wieder, jedoch nur für das Vereinstraining.

Mathias Frei
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Freuen sich, dass ab Montag zumindest im Hallenbad wieder eingeschränkter Betrieb herrschen kann: Roman Brülisauer, Amtsleiter Freizeitanlagen und Sport, mit dem Badileiter Andreas Frei.

Freuen sich, dass ab Montag zumindest im Hallenbad wieder eingeschränkter Betrieb herrschen kann: Roman Brülisauer, Amtsleiter Freizeitanlagen und Sport, mit dem Badileiter Andreas Frei.

(Bild: Reto Martin)

Die gute Nachricht: Ab kommendem Montag, 11. Mai, ist das Hallenbad wieder offen. Die schlechte Nachricht: Herr und Frau Frauenfelder dürfen nur im Rahmen von Trainingsaktivitäten ihre Bahnen ziehen, zum Beispiel beim Schwimmclub, Triathlonclub oder der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft.

Stadt verlängert Badi-Abonnements

Seit dem 15. März ist das Hallen-, Frei- und Sprudelbad Corona-bedingt geschlossen. Wer ein Abonnement besitzt, hatte seither keine Möglichkeit, die bereits bezahlte Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Wie Roman Brülisauer erklärt, werden alle Abonnements, die bei der Schliessung gültig waren, um den Zeitraum bis zur Öffnung für die breite Öffentlichkeit verlängert. «Das geschieht automatisch. Der Besitzer des Abonnements muss nicht aktiv werden», sagt der Amtsleiter Freizeitanlagen und Sport. (ma)

Hallen, Frei- und Sprudelbad: www.frauenfeld.ch

Traditionell öffnet in Frauenfeld am 1. Mai das Freibad. Aber nun heisst es pandemiebedingt: Mit Schwimmen oder Sünnelen ist für Privatpersonen weiterhin nichts. Die Vorgaben des Bundes betreffend Sportanlagen seien eindeutig, sagt Roman Brülisauer, Amtsleiter Freizeitanlagen und Sport bei der Stadt.

«Sportanlagen können ab 11. Mai geöffnet werden, jedoch ausschliesslich für Sportvereine, die einem nationalen Verband angehören.»

Erlaubt ist Training ohne Körperkontakt, aber kein Matchbetrieb. Zudem mussten die Vereine laut Brülisauer Schutzkonzepte einreichen, die auf den Vorgaben des Bundes basieren.

Wichtig, dass man sich dem Tagesgeschäft nähert

So nehmen nebst den besagten Vereinen in der Badi ab Montag zum Beispiel der FC und die Leichtathleten sowie später der EHC ihren Trainingsbetrieb in der Kleinen Allmend wieder auf. Abstand ist aber weiterhin geboten. Im Schwimmerbecken im Hallenbad dürfen maximal zehn Personen gleichzeitig ihre Längen schwimmen. Die Umziehkabinen sind offen, jede zweite Dusche kann belegt werden. Auf der Kleinen Allmend hat es pro Rasenfeld Platz für vier Trainingsgruppen zu jeweils maximal fünf Sportlern. Hier bleiben Garderoben (inklusive Duschen) geschlossen.

Auf der Kleinen Allmend ist zum Beispiel der FC Frauenfeld (rot) aktiv.

Auf der Kleinen Allmend ist zum Beispiel der FC Frauenfeld (rot) aktiv.

(Bild: Mario Gaccioli)

Wie Brülisauer sagt, wird sowohl in der Badi als auch auf der Kleinen Allmend alles, was gereinigt werden kann, regelmässig desinfiziert. «Mit der eingeschränkten Wiedereröffnung kommen wir dem normalen Tagesgeschäft wieder näher. Das ist für uns alle wichtig», sagt Brülisauer. Denn es sei jetzt schon gespenstisch gewesen, so komplett ohne Leben.

Wann die Sportanlagen wieder der ganzen Bevölkerung zur Verfügung stehen werden, weiss Brülisauer nicht.

«Wir hoffen auf den 8. Juni. Es wäre schön, wenn wir dann für ein breiteres Publikum öffnen dürften.»

Denn für den besagten Termin sind nächste Lockerungsmassnahmen angekündigt. Wie Andreas Frei, Leiter des Hallen-, Frei- und Sprudelbades, sagt, ist man nach aktuellem Plan ab 20. Mai auch im Freibad betriebsbereit. Etwaige Revisionen hat man laut Frei vorgezogen. Sinnvollerweise, wie sich nun herausstellt, habe man den Termin der Betriebsbereitschaft hinausgezögert, sagt Brülisauer. Andere Bäder seien Ende Mai schon anderthalb Monate betriebsbereit, obwohl der Vollbetrieb nicht möglich ist. Das wirke sich nicht zuletzt auch auf die Kosten aus.

An schönen Sommertagen halten sich bis zu 3000 Besucher im Frauenfelder Freibad auf.

An schönen Sommertagen halten sich bis zu 3000 Besucher im Frauenfelder Freibad auf.

(Bild: Andrea Stalder)

Im Freibad bräuchte es eine Personenobergrenze

Frei will zwar nicht schwarzmalen. Aber eine Öffnung des Freibades für die Bevölkerung würde gewisse Probleme in der Praxis mit sich bringen.

«Wir haben draussen zwar mehr Verkehrs- und Wasserfläche. Trotzdem müssten wir eine Personenobergrenze einführen.»

Eine konkrete Zahl gibt es in dieser Hinsicht noch nicht. Aber übliche Belegungszahlen von 2000 bis 3000 Personen an einem schönen Sommertag seien illusorisch. Weil die Besucher oft auch längere Zeit im Freibad verbringen, statt nur 45 Minuten schwimmen zu gehen, müssten, sobald die Personenobergrenze erreicht ist, später kommende Besucher teils länger auf den Einlass warten. Und sollte nur das Hallenbad wieder für alle geöffnet werden, müsste es auch dort eine Personenobergrenze geben. Denn in den Garderoben und bei den Auf-/Abgängen sei es zu eng für zu viele Besucher, sagt Frei.

Der Frauenfelder Pumptrack auf der hinteren Badiwiese bleibt weiterhin gesperrt.

Der Frauenfelder Pumptrack auf der hinteren Badiwiese bleibt weiterhin gesperrt.

(Bild: Reto Martin)

Die Finnenbahn auf der Kleinen Allmend war trotz Corona immer offen. Gleichwohl gilt es, die Abstandsregeln einzuhalten. Der Skatepark gleichenorts und der Pumptrack auf der hinteren Badiwiese bleiben dagegen weiter geschlossen.

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