Das «Feldblüemli» zeigt seine Herzenswelt im Neunforner Wöschhüsli

Künstlerin Susanna Feld-Blum aus Oberstammheim stellt im Neunforner Wöschhüsli ihre Acrylbilder aus. Schon als Kind malte und zeichnete sie gerne, erst seit 2017 setzt sie ihre Bilder aber auf Leinwand um.

Therese Schurter
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Susanna Feld-Blum vor einem ihrer Portraits.

Susanna Feld-Blum vor einem ihrer Portraits.

Bild: PD

Im Februar hat sie beim Organisationsteam der Kulturkommission Neunforn für eine Ausstellung im Wöschhüsli angefragt. «Und prompt habe ich einen Platz im September erhalten», freut sich die Künstlerin Susanna Feld-Blum aus Oberstammheim.

Ob die Ausstellung auch stattfindet, war lange Zeit ungewiss. Wegen des Coronavirus ist nichts mehr, wie es war. Kein Problem fürs «Feldblüemli», wie die Künstlerin im Weinbauerndorf liebevoll genannt wird und wo sie schon seit 30 Jahren zu Hause ist. Sie malt und zeichnet trotzdem:

«Was mein Herz berührt, will gemalt sein.»

Die Künstlerin freut sich auf die Ausstellung in Neunforn. Das Wöschhüsli gehört sogar ihrem Onkel. Dank ihm und mit Unterstützung der politischen Gemeinde sind im ehemaligen Wasch- und Schlachthaus zwei Ausstellungsräume als Plattform für Kunstschaffende der Region entstanden. Immer wenn die Wäsche draussen hängt, ist geöffnet.

Schon als Kind war sie glücklich mit einem Stift in der Hand

Zeichnen und Malen waren schon immer ihre Leidenschaft. Als Kind war sie glücklich mit einem Stift in der Hand. «Dann ging es mir gut, das war und ist meine Herzenswelt.» Kunst oder Grafik zu studieren, war ihr grosser Traum, doch damals hiess es, was ein Mädchen damit wolle, es bringe doch nichts.

So machte sie die Lehre als Schriftsetzerin und Typografin beim Landboten in Winterthur. Der Beruf der Schwarzkünstlerin und Kurse für naturwissenschaftliches Zeichnen kommen ihr nun zugute und sie profitiert vom erlernten Beruf. Technik, Genauigkeit, Goldener Schnitt, Bildkomposition: Alles Komponenten, die sie beim Malen und Zeichnen weiterbringen.

Sie setzt erst seit 2017 ihre Bilder auf Leinwand um. Am liebsten malt sie Porträts, vorwiegend in Acryl im Stil des Spontanrealismus. Anhand eines Schwarz-Weiss-Fotos werden die Schattenfarben durch Lichtfarben ersetzt. Feld-Blum erklärt:

«Die Farben setze ich intuitiv und hole das Wesen des Menschen hervor.»

Sie geht auch auf Wünsche ein – «natürlich unter Vorbehalt meiner künstlerischen Freiheit», sagt sie augenzwinkernd. Die Bilder entstehen einfach, sie taucht dabei ein in ihre Herzenswelt. Zwar ist das Bild auf der Leinwand nur zweidimensional, doch es soll positive Emotionen auslösen und eine Tiefe erzeugen.

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